Michael Schumacher Zwei Unbekannte wollten in sein Zimmer eindringen

Störenfriede im Spital Grenoble: Zwei Männer sollen versucht haben, sich Zugang zum Krankenzimmer von Michael Schumacher zu verschaffen - um den schwerverletzten Formel-1-Star zu fotografieren.
Michael Schumacher Ski-Unfall Frankreich Information Ärzte
© Dukas

Im Krankenhaus in Grenoble befindet sich Michael Schumacher in der Aufwachphase. Nun haben Eindringlinge versucht, Fotos von ihm zu schiessen.

Es sind inzwischen 114 Tage des Bangens und Wartens: Am 29. Dezember 2013 ist Michael Schumacher, 45, bei einem Skiunfall in den französichen Alpen verunglückt und liegt seither im Koma. Vor dem Spital in Grenoble ist es mittlerweile wieder ruhiger geworden, nur noch sporadisch versammeln sich Presseleute und Fans vor dem Gebäude - im Innern kam es nun dagegen zu einem weiteren Zwischenfall, wie «Bild» berichtet.

Die deutsche Zeitung hat aus Krankenhauskreisen erfahren, dass vor rund zwei Wochen zwei unbekannte Männer versucht hätten, in Schumis Zimmer zu gelangen. «Höchstwahrscheinlich» seien es Angehörige anderer Patienten gewesen, die heimlich Fotos vom verunglückten Formel-1-Rekordweltmeister hätten machen wollen, heisst es. Die Störenfriede konnten von einem Sicherheitsmann rechtzeitig davon abgehalten werden. Ob sie die Bilder hätten verkaufen wollen, ist unklar.

Schon kurz nach dem Ski-Unfall kam es zu einem ähnlichen Vorfall: Damals versuchte ein als Priester verkleideter Mann an den prominenten Patienten heranzukommen. Managerin Sabine Kehm verurteilte den Vorfall: «Das ist in meinen Augen sehr verwerflich.»

Ganz offiziell durfte hingegen Schumis einstiger Rivale Jean Alesi ihn kürzlich im Spital besuchen. Nach dem Rennen von Bahrain vergangenes Wochenende berichtete der 49-jährige Ex-Formel-1-Pilot: «Ich spürte von der Familie eine gewisse Erleichterung, eine grosse Freude darüber, wie sich die Dinge entwickeln. Das ist fabelhaft, selbst wenn der Weg zurück ins Leben noch lang ist.»

In ihrem jüngsten Statement zu Schumachers Gesundheitszustand hatte Sprecherin Kehm bestätigt, dass er «Momente des Bewusstseins und des Erwachens» zeige. «Wir stehen ihm bei seinem langen und schweren Kampf zur Seite, gemeinsam mit dem Team des Krankenhauses in Grenoble, und wir bleiben zuversichtlich.»

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