Michael Schumacher «Der Unfall ereignete sich bei hoher Geschwindigkeit»

Am Montagmorgen informierte die Universitätsklinik Grenoble über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher. Die Formel-1-Legende ist am Sonntag bei einem Ski-Unfall in Frankreich verunglückt und kämpft um sein Leben.
Michael Schumacher beim Skifahren 2002
© Dukas

Das Bangen geht weiter: Der Gesundheitszustand von Michael Schumacher bleibt nach seinem Sturz kritisch.

Seit Sonntagabend ist bekannt: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat bei seinem Sturz in den französischen Bergen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und schwebt in Lebensgefahr. Die Pressekonferenz der Universitätsklinik Grenoble vom Montagmorgen, 11 Uhr, wurde mit Spannung erwartet.

Der Zustand des 44-Jährigen sei nach wie vor kritisch, sagte Professor Jean François Payen, Chef der Anästhesie. «Schumacher befindet sich in einem künstlichen Koma. Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass sich der Druck im Gehirn aufbaut.» Der Skiunfall habe sich bei hoher Geschwindigkeit ereignet. Als Schumacher am Sonntag in der Klinik angekommen sei, sei er sofort operiert worden, sagte der Chef der Neurochirurgie, Professor Stephan Chabardes. «Ausser dem Schädel-Hirn-Trauma haben wir keine Verletzungen festgestellt. Doch es sind diffuse Verletzungen, im Gehirn weit verbreitet.» Momentan sei keine weitere Operation geplant. Der Patient bleibe aber im künstlichen Koma, um äussere Einflüsse zu vermeiden, die den Sauerstoffverbrauch im Gehirn steigern würden.

Auch Gérard Saillant, der Arzt von Schumacher, betonte, wie beunruhigend sein Zustand sei. «Die Familie ist im Krankenhaus. Seine Frau und seine Kinder sind besorgt. Wir alle sind besorgt.»

Viele Fragen der Journalisten blieben unbeantwortet. Noch sei jegliche Prognose unmöglich, sagten die Mediziner. «Wir beurteilen seine Lage als ausserordentlich ernst.» Und aus Respekt gegenüber seiner Familie würden keine Details der Verletzungen genannt werden. Klar ist aber: Einen solchen Unfall hätte man ohne Helm nicht überlebt.

Am Sonntagmorgen um kurz nach 11 Uhr hatte sich der verhängnisvolle Sturz in den französischen Alpen bei Méribel ereignet: «Schumi» war mit seinem 14-jährigen Sohn unterwegs, als er abseits der Skipiste mit dem Kopf gegen einen Felsen prallte. Per Helikopter wurde er ins Spital von Moûtiers geflogen, später nach Grenoble verlegt. Sein Zustand hat sich gegen Abend dramatisch verschlechtert.

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