Was macht eigentlich... ...Musiker Jack Johnson?

Ein Mann, der das Sinnbild für ein gemütliches Leben ist, der mit seiner Musik Sonne und Meer in die Herzen der Menschen bringt - das kann nur Jack Johnson sein. Lange hat man vom «Upside down»-Sänger nichts mehr gehört. Was macht er heute? Und wie wurde er eigentlich berühmt? SI online hat nachgeforscht.

Eine warme Stimme, sanfte Gitarrenklänge und Texte, die berühren: Musiker Jack Johnson, 38, hat es geschafft, nur mit einer Akustikgitarre bewaffnet, ein bekannter und angesehener Sänger und Komponist zu werden. Mit Songs wie «Sitting, Waiting, Wishing» oder «Breakdown» platzierte er Ohrwürmer auf der ganzen Welt. Jetzt hat Jack Johnson hat ein neues Album angekündigt, das im September erscheinen soll. «From Here To Now To You» lautet der Titel der Platte. Mit dem Werk im Gepäck wird er auf Herbst-Tour gehen und auch halt in Europa machen. Die erste Single «I Got You» ist am 10. Juni erschienen und direkt in den Top 10 der iTunes-Charts gelandet.

SI online nimmt Jack Johnsons Comeback zum Anlass, auf seine Karrierre zurückzublicken:

SEINE LEIDENSCHAFT - DAS SURFEN
Im Mai 1975 erblickte Jack Johnson auf Oahu, Hawaii, das Licht der Welt. Er war schon als Kind ein Mensch mit grossen Zielen. Als Fünfjähriger lernte er surfen und entwickelte eine grosse Leidenschaft für die Sportart. Erst mit 14 Jahren begann er, Gitarre zu spielen. Vorerst jedoch nur als Hobby - er wollte Lagerfeuerromantik erzeugen, um die Mädchen zu beeindrucken. Intensiver widmete er sich seiner Surferkarriere und konnte dank seines Talents und Trainings bei dem weltbekannten Surfer-Event «Pipe Trials» mitwirken. Damals war er mit seinen 17 Jahren der jüngste Endrundenteilnehmer des Anlasses.

Kurz darauf erlitt der begeisterte Wassersportler jedoch einen schweren Surf-Unfall. Bei einem Rennen auf Hawaii stürzte er ins Wasser und lag danach mehrere Monate im Krankenhaus. «Mich hatte es übel erwischt: etliche Knochenbrüche, inklusive Schädelbasisbruch», berichtete er «Spiegel Online». Der Unfall hat den damaligen Teenager komplett aus der Bahn geworfen. Danach habe er es nicht mehr geschafft, mit der selben Leichtigkeit wie zuvor auf ein Surfbrett zu steigen.

DER GRIFF ZUR GITARRE
Die Gitarre war für Jack Johnson nie mehr als Spass und Zeitvertreib. Doch sein Talent an den Saiten begann bald Sinn zu ergeben. Als er in Santa Barbara, Los Angeles, Filmwissenschaften studierte, hat er begonnen, Surf-Filme zu produzieren - und diese mussten schliesslich mit Musik unterlegt werden mussten. Durch den Film «Thicker Than Water» wurde man auf Johnsons Musik erstmals aufmerksam, und er begann durch die positiven Feedbacks ernsthaft darüber nachzudenken, sich mehr auf die Musik zu konzentrieren.

Bald gründete er auf Hawaii ein eigenes Plattenlabel namens Bushfire und produzierte mehrere Studioalben. 2001 hatte er grossen Erfolg mit seinem Debütalbum «Brushfire Fairytales» und dem Song «Flake» und landete damit in den Charts. Mit dem zweite Album «In Between Dreams» 2005 etablierte er sich endgültig in der weltweiten Musikszene. Das Werk wurde zum Überflieger.

Seinen Erfolg in der Musikszene konnte sich Jack Johnson aber nie so richtig erklären. Schliesslich schrieb er mit lediglich einer Akustikgitarre Songs mit simplen Melodien. Wann immer er im selben Atemzug mit grossen Musikern wie Bob Dylan genannt wurde, fühlte er sich zwar geschmeichelt, nahm es aber nicht ernst. Aber genau diese simple Art scheint sein Erfolgsrezept zu sein: Seine Songs sind unkompliziert und die Texte verständlich. 

LIEBE UND FAMILIE
Zu Beginn seines Filmstudiums in Los Angeles lernte Jack Johnson Kim kennen - für ihn «die schönste Frau der Welt», wie er der «Süddeutschen» verriet. Erst waren sie Freunde, dann verliebten sie sich. Geheiratet wurde im Jahr 2000. Kim sei es auch gewesen, die ihn darin bestärkt habe, seine Songs in die Surf-Filme einzubauen. Inzwischen hat das Ehepaar drei Kinder - zwei Jungs und ein Mädchen. Gemeinsam leben sie auf Hawaii, wo Jack seinem Nachwuchs das Surfen beibringt.



SOZIALE PROJEKTE
Natur und Umwelt sind Themen, die im Leben des Musikers eine grosse Rolle spielen. Im Alltag achtet er darauf, kein Fleisch zu essen, Müll zu trennen und Obst und Gemüse nur aus der Region zu konsumieren. Seine Alben produziert er mit Solarenergie und die Fan-Shirts bestehen aus ökologischer Baumwolle. Jack Johnson und seine Frau gründeten nach dem dritten Album die «Johnson Ohana Charitable Foundation», um Kinder auf Hawaii zu unterstützen und das Umweltbewusstsein der Menschen zu fördern. Zudem gründeten sie die «Kokua Hawaii Foundation» im Jahr 2003. Aber auch andere Projekte unterstützen sie: Unter anderem haben sie für die Erdbebenopfer in Japan 50'000 Dollar gespendet und ebensoviel nach dem Hurricaine «Sandy». Seit 2008 spendet Johnson den ganzen Profit seiner Tour für wohltätige Zwecke.

Was machen eigentlich «Footloose»-Schauspieler Kevin Bacon, die Gruppe Dschinghis Khan, Ex-«Der Bachelor»-Kandidatin Rachele und das «Chaoten»-Paar aus «Goodbye Deutschland»? Die Antworten finden Sie im Dossier von SI online.

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