Amy Winehouse (†) Nach ihrem Tod boomt das Geschäft

Mit ihrem Ableben landete die Soulsängerin den wohl grössten Coup: Amy Winehouse ist zurzeit populär wie nie zuvor - und die Kassen klingeln.

3000 Dollar für eine unterschriebene Ausgabe des «Rolling Stone»-Magazins, Polepositions in allen wichtigen Charts der Welt - das Geschäft mit Amy Winehouse, † 27, läuft knapp zwei Wochen nach ihrem Tod auf Hochtouren. Jede noch so kleine Erinnerung an die Soulsängerin bringt Geld. So werden auf eBay signierte CDs, Notenblätter und Fotos für 15 bis 3000 Dollar versteigert. Etwas tiefer müssen Fans für den Domainnamen Best-Of-AmyWinehouse.com in die Tasche greifen, schreibt Bild.de: Umgerechnet rund 100'000 Franken kostet der Spass.

Wer sich derweil mit einer CD der Verstorbenen begnügt, sollte sich mit dem Einkauf sputen. Weltweit räumen Fans die Regale leer, die Verkaufszahlen von «Frank» und «Back To Black» sind so hoch wie nie zuvor. In Grossbritannien sind die Platten gar teilweise vergriffen, ihr Management und die Plattenfirma produzieren fleissig nach. Der Run auf Amys Musik zeigt sich auch in den Charts: In Amerika sind beide Alben wieder in der Top-10, in Deutschland verhindert einzig die Schlagerband Die Amigos, dass «Back To Black» Platz 1 belegt. 

Dass das Geschäft mit dem Tod eines Stars sehr lukrativ sein kann, muss auch die Firma Microsoft gewittert haben. Nachdem Amys Ableben am 23. Juli 2011 verkündet wurde, twitterte das Unternehmen: «Gedenkt Amy Winehouse, indem ihr euch ihr bahnbrechendes Album ‹Back To Black› auf Zone herunterladet.» Zone ist der Musikdownload-Dienst von Microsoft. Kurz darauf entschuldigten sich die Verantwortlichen.

Die Vermarktung verstorbener Stars ist kein neues Phänomen: James Dean - er starb 1955 im Alter von 24 Jahren bei einem Autounfall - gehört bis heute zu den bestverdienenden Toten der Welt. Mit Werbeeinnahmen von Levi's Jeans und Converse kassieren die Erben bis heute jährlich rund 40 Millionen Franken. Michael Jacksons Familie konnte ein Jahr nach dessen Tod ein plus von einer Milliarde Franken verzeichnen. So müssen sich wohl auch Amys Erben - Vater Mitch, Mutter Janis und Bruder Alex - kaum «nur» mit den hinterlassenen 11 Millionen Franken zufrieden geben. Bevor Mitch allerdings seinen Anteil in eine Drogenentzugsklinik investieren will, zieht er sich nun gemäss «The Sun» zehn Tage lang mit dem Rest der Familie und den anderen Angehörigen zum Trauern zurück.

Erfahren Sie alles zu Amy Winehouse, ihrem Leben und ihrem frühen Tod im Dossier von SI online.

Auch interessant