Prinz Harry Nackt-Skandal: Der Palast schreitet ein

Die ganze Welt spricht über die Party-Bilder von Prinz Harry. Das britische Königshaus übt sich derweil in Schadensbegrenzung: Juristen versuchen, die Veröffentlichung der Fotos im eigenen Land zu verbieten.

Das US-Internetportal «TMZ» fungierte als Drahtzieher. Danach wars ein Selbstläufer. Innert weniger Stunden gingen die Bilder des splitterfasernackten Prinz Harry, 27, um den Erdball: «CNN International», «Power FM» in Australien, die türkische «National Turk», die indischen «Zee News» - das ist nur ein kleiner Auszug jener Medien, die nachzogen und die Schnappschüsse zeigten. Ein Land erscheint jedoch nicht auf der Liste: Grossbritannien. 

Während inzwischen die ganze Welt Harrys Allerwertesten gesehen hat, verzichten die britischen Blätter auf den Abdruck der verfänglichen Nackt-Fotos. Verantwortlich dafür ist das Königshaus selbst: Der Palast bezeugt zwar, dass es sich bei der Person auf den Bildern um den Enkel der Königin handelt, schaltete am Mittwoch aber gleichzeitig Juristen ein. Gemäss «Telegraph» bestätigt ein Sprecher der royalen Familie, dass die Presse-Beschwerde-Stelle kontaktiert wurde.

Die Bilder würden den Medien-Kodex verletzen, den «Press Complaints Commission Code», schreibt «RadarOnline». Klausel 3 besagt: «Es ist inakzeptabel, Menschen an privaten Orten ohne deren Zustimmung zu fotografieren.» Das Internetportal zitiert zudem einen Insider: Das Königshaus wolle die Angelegenheit möglichst unter den Teppich kehren. Die Medienhäuser seien gewarnt worden, dass zukünftig die Türen des königlichen Palastes für die Presse geschlossen bleiben könnten, sollten sie von den Bildern Gebrauch machen.

«The Sun» macht jedoch vor, wie man das Risiko umgeht: Die grösste britische Boulevard-Zeitung stellte die Bilder einfach mit Mitarbeitern nach. Und präsentierte den nackten Party-Prinzen in Form einer Karikatur.

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