Sarah Meier & Co. Nackte Wahrheit über nackte Tatsachen

Sarah Meier tuts, Jennifer Aniston ebenso und auch Eva Mendes lässt für verkaufsfördernde Zwecke die Hüllen fallen. SI online fragte bei den Experten Frank Baumann und Frank Bodin nach: Was bringen nackte Stars in der Werbung wirklich?

Wo man hinschaut, ziehen Stars für die Werbung blank. Jüngstes Beispiel: Jennifer Aniston, die für ihr erstes Parfum nur das Allernötigste bedeckt. Oder auch unsere Eis-Prinzessin Sarah Meier, 26, die für den Turnschuh-Hersteller Nike zur Heiss-Prinzessin wird. Klingeln die Kassen aber tatsächlich, wenn Prominente die Hüllen fallen lassen?

SI online fragte bei Frank Bodin, 48, nach: «Zwar ist Nacktheit meist ein Hingucker, aber mit Schauen allein ist's nicht getan.» Darum findet der Werber: «Die Formel ‹Sex sells› ist ein Irrtum, richtig ist ‹The Idea sells›.» Eine sich auf einer Kühlerhaube räkelnde nackte Schönheit reiche nicht aus, um ein Auto an den Mann zu bringen. Im Gegenteil: «Die Marke würde mit einer derart billigen Anmache Schaden nehmen.»

Dieser Meinung ist auch Berufskollege Frank Baumann, 52: «Nicht die Nacktheit, sondern die Produktqualität zählt.» Ausserdem hänge es vom werbenden Produkt ab, ob ein entblösster Star Sinn mache. «Nackt einen Turnschuh anzupreisen, wirkt deshalb hilflos.» Dem entgegnet Frank Bodin, dass der Name des Schuh-Modells «Nike Free» durchaus zum Bild passe. «Sarah ist zudem äusserst sensibel fotografiert. Intimes bleibt nämlich bedeckt. Das zeigt: Nackt ist nicht gleich nackt.»

Dass Bilder den Geist beflügeln sollen, davon sind beide Fachmänner überzeugt. Bodin: «Ausgezeichnete Werbung ist wie das Leben: Sie offenbart nicht plump alles gleich beim ersten Mal, sondern sie regt die Fantasie an.» Nur, so Baumann, grundsätzlich sollte der Anzeigenmarkt gänzlich ohne Berühmtheiten stattfinden. «Ich finde es schade, dass diese überhaupt Werbung machen. Sie sollten darüber stehen.»

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