Noah Becker Sein Name erschwert seine DJ-Karriere

Kinder von berühmten Menschen haben es nicht immer leicht. Besonders dann nicht, wenn es um ihre eigenen Karrieren geht. Als «der Sohn von» hätte Noah Becker oft mit Vorurteilen zu kämpfen.  
Noah und Boris Becker lachen in die Kamera 2011
© Dukas

Ob es Kinder wie Noah Becker wegen eines berühmten Vaters einfacher haben? «Puh, überhaupt nicht», sagt der älteste Spross von Tennislegende Boris Becker. «Ich würde sogar sagen, es ist schwieriger!»

Nicht immer können Kinder von prominenten Eltern von deren Ruf und Name profitieren. Denn die hätten es teilweise besonders schwer, weiss Noah Becker. Im Interview mit «Tonight» erzählt der 19-jährige DJ, wie er als Sohn von Tennislegende Boris Becker, 45, mit Vorurteilen zu kämpfen hat: «Man wird halt direkt in eine Schublade gesteckt. Keiner nimmt das, was du tust, wirklich auf Anhieb ernst.» Viele würden denken: «Ach ja, jetzt macht er so ein bisschen Musik... Aber so ist das nicht. Ich will meine eigene Karriere machen, mein eigenes Geld verdienen und meine Leidenschaft leben. Das ist mir wirklich wichtig.» 

Weil Noah Becker wegen seines berühmten Vaters weder eine Sonderbehandlung noch Ablehnung erfahren möchte, hat er sich für ein Pseudonym entschieden. So kann man nicht daraus schliessen, aus welcher berühmten Familie er kommt. «Daher auch mein Künstlername ‹Knowa, nicht Noah Becker.»

Dennoch: Zu seinen Eltern Barbara, 46, und Boris hat er ein sehr inniges Verhältnis. Sie begleiten ihn sogar zu Auftritten, unterstützen ihn. «Sie stehen beide vollkommen hinter mir. Aber ganz ehrlich  - auch wenn sie es nicht täten, würde ich trotzdem das tun, was mir Spass macht. Und das sind nun mal Musik und auch Mode», sagt der Gründer eines Model-Labels. Weil die Musik in der letzten Zeit jedoch im Vordergrund stand, hat der Designer eine Pause eingelegt: «Wir haben mit ‹Fancy› ein Jahr Pause gemacht, in dem ich mich voll und ganz auf meine Musik konzentriert habe. Aber jetzt geht es auch in Sachen Mode weiter! Ihr könnt auf eine echt coole Herbst/Winter-Kollektion gespannt sein», kündigt er an. Die Marke sei in seinen Augen gereifter, es gäbe nicht mehr nur Print-Shirts: «Diesmal wird alles anders! Das Label ist erwachsener geworden. In Planung ist eine ‹High-End-Streetwear›-Kollektion mit knapp 35 Teilen.» Darunter auch Hosen, Shirts und Socken. «Ich hoffe, wir schaffen alles pünktlich zu meinem Geburtstag am 18. Januar.»

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