Madonna Nur wenige wollen die Pop-Diva sehen

Am Samstag kommt sie mit ihrer Entourage für ein Konzert in die Schweiz. Erst das zweite Mal wird Madonna auf einer Schweizer Bühne stehen - das Interesse ist trotzdem gering: Zurzeit werden für einen Spottpreis Tickets auf dem Schwarzmarkt verscherbelt. Und auch über die offiziellen Verkaufsstellen gibts immer noch Karten. Hat die Schweiz genug von der grossen Diva?
Auch auf ihrer aktuellen Tour «MDNA» sorgt Madonna für eine aufregende Show - das sorgt jedoch nicht automatisch für volle Hallen.
© Dukas Auch auf ihrer aktuellen Tour «MDNA» sorgt Madonna für eine aufregende Show - das sorgt jedoch nicht automatisch für volle Hallen.

Mit ihrer neuen Tour «MDNA» sorgte Madonna, 53, bereits für jede Menge Schlagzeilen. Politische Provokationen auf der Bühne, Maschinengewehre, Busenblitzer - eigentlich liefert die Pop-Diva eine Show, die Unterhaltung garantiert. Doch wenige Tage vor ihrem Konzert in Zürich kann man über die regulären Ticketportale noch Karten erwerben. Originalpreis für einen Stehplatz im Zürcher Stadion Letzigrund: 129.35 Franken bei Ticketcorner.ch. Zusätzlich floriert der Schwarzmarkt, nur werden die Tickets weit unter dem Wert angeboten: Die Eintrittskarten sind für gerade mal 40 bis 100 Franken zu haben! Bis am Samstag ist das Konzert - das Stadion fasst 40'000 Menschen - höchstwahrscheinlich nicht ausverkauft.

Im Gegensatz zu Justin Bieber, der im März 2013 in die Schweiz kommt, sieht Madonna da ganz schön alt aus. Schon vor dem offiziellen Verkaufsstart kursierten gefälschte Bieber-Tickets, die zu horrenden Preisen vergeben wurden.

Vor vier Jahren trat Madonna erstmals in der Schweiz auf. Und damals wollten sie 72'000 Fans sehen, darunter Prominenz wie SVP-Politiker Toni Brunner, Sänger Marc Sway und Bundesrätin Doris Leuthard. Die Reaktionen waren danach aber eher verhalten.

Im Ausland lässt der Madonna-Hype ebenfalls nach: In Wien spielte sie kürzlich in einer halbleeren Halle und mit gut einer Stunde Verspätung, was ihr Buhrufe ihrer Fans einbrachte. In Paris stand sie gerade mal 45 Minuten auf der Bühne, und in Berlin sorgte sie vor allem wegen ihrer Entourage für Kritik: Sie reservierte zwei Stockwerke für ihre 200-köpfige Truppe und brachte gar ihre eigenen Möbel ins Hotel mit. Gut möglich, dass sich ihr extraordinäres Verhalten negativ auf den Vorverkauf auswirkt.

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