Hugh Jackman «Obs in Zürich auch Fondue gibt?»

Gerade weilte er am Filmfestival in Toronto. Ende Monat wird Hugh Jackman aber in Zürich erwartet: als Stargast am Zurich Film Festival. Mit SI online spricht der «Wolverine»-Darsteller über den Icon-Award, den er erhalten wird. Über ein nervenaureibendes Erlebnis mit seinen Kindern. Und er verrät, warum er eine besondere Beziehung zur Schweiz hat.
Hugh Jackman kommt ans Zuerich Film Festival Icon Award
© Dukas

Hugh Jackman ist derzeit kaum von der Leinwand wegzudenken. In Toronto hat er soeben seinen neuen Film «Prisoners» vorgestellt, mit dem er auch nach Zürich kommt. 

Am 9. Zurich Film Festival darf Hugh Jackman den Ehrenpreis «Icon Award» entgegennehmen - eine Freude, selbst für einen gestandenen Hollywood-Schauspieler wie ihn. «Ich weiss zwar nicht, ob ich einer Ikone würdig bin, aber es ist eine grosse Ehre», sagt er im Gespräch mit SI online in Toronto, wo er seinen neuesten Film «Prisoners» präsentiert. Den düsteren Krimi wird er auch am ZFF im Gepäck haben.

Für den 44-jährigen Australier ist es eine Rückkehr in die Schweiz. Schon mehrere Male besuchte er Zürich. Und: «Mein Onkel und meine Tante leben in Frankreich, ganz nahe der Schweizer Grenze in der Nähe von Genf. Da war ich schon oft.» Jackman plagt eine besondere Sorge: «Obs wohl in Zürich auch Fondue gibt?», fragt er und outet sich als Käseliebhaber.

Reisen ist Jackmans grosse Leidenschaft. Auch deshalb freut er sich auf die Limmatstadt. «Als ich klein war, hatte ich keine Rockstar-Posters im Zimmer, sondern eine Landkarte. Und ich träumte von fernen Destinationen.» Dass ihn nun jemand ans hiesige Filmfestival einlädt, um seinen neusten Streifen zu präsentieren, bezeichnet er als Traum. «Ich glaube auch, den Leuten vor Ort wird ‹Prisoners› gefallen, denn der Film funktioniert überall auf der Welt, und er hat auch eine gewisse europäische Sensibilität.»

Im Film verschwindet Hugh Jackmans Töchterchen und deren Freundin. Als Papa Jackman im Gegensatz zur Polizei meint, den Kidnapper aufgespürt zu haben, verfolgt er diesen auf eigene Faust. Ein Kind zu verlieren - eine Horrorvorstellung für Eltern. Und sei es auch nur, wenn sie sie für einen kurzen Augenblick aus den Augen verlieren. Hugh Jackman, der zwei Adoptivkinder hat, hat das selbst schon erfahren: «Mir passierte das mal in Sydney auf dem Spielplatz, plötzlich war mein Sohn weg. Ich rannte mit meiner Tochter zum Strand runter, da war er auch nicht.» Die ganze Zeit hätten ihn Paparazzi fotografiert und seinen Namen gerufen. «Aber ich drehte mich nicht um, damit sie mein entsetztes Gesicht nicht sehen konnten. Bis einer endlich rief: ‹Hugh, dein Sohn sitzt auf einem Baum›.» Noch nie sei er so froh über die Anwesenheit von Paparazzi gewesen. «Ich hätte den Typen nachher fast als Aufpasser angeheuert!»

Ans Filmfestival in Zürich, das am 26. September startet, kommt Hugh Jackman alleine. Seine Frau Deborra-Lee bleibt bei den beiden Kindern Oscar, 13 und Ava, 8, die derweil in die Schule müssen. Er werde die drei aber jeden Tag daran erinnern, dass sie es jetzt mit einem Ikonen-Award-Preisträger zu tun hätten, sagt Jackman schmunzelnd.

9. Zurich Film Festival: 26. September bis 6. Oktober 2013

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