Oscar Pistorius Ein Jahr nach dem Drama: Er wendet sich an Reevas Eltern

War es ein Versehen oder Absicht? Zwölf Monate nach dem tragischen Tod seiner Freundin Reeva Steenkamp spricht Oscar Pistorius mit Reue über die verheerende Nacht. Der paralympische Sportler muss sich im März dennoch wegen Mordes vor Gericht verantworten. Ihm drohen mindestens 15 Jahre Haft.
Frontteaser Oscar Pistorius erschiesst Reeva Steenkamp
© Getty Images

Am Valentinstag im Jahr 2013 erschoss Oscar Pistorius seine Freundin Reeva Stempa. Sie waren erst seit wenigen Monaten ein Paar.

Der Tod von Reeva Steenkamp, †30, jährt sich am Valentinstag zum ersten Mal. Am 14. Februar 2013 erschoss der beinamputierte Spitzensportler Oscar Pistorius seine Freundin in seinem Haus im südafrikanischen Pretoria. Im Glauben sie sei ein Einbrecher - zumindest beteuert das der 27-Jährige bis heute - feuerte er mitten in der Nacht vier Schüsse durch die Badezimmertür ab. Das Model starb noch an Ort und Stelle. Am gleichen Tag wurde Oscar Pistorius wegen Mordes angeklagt - kam gegen Kaution aber wieder auf freien Fuss. Am Jahrestag wendet sich Oscar Pistorius nun mit Worten der Reue an die Familie der Verstorbenen.

«Keine Worte können auch nur im Geringsten meine Gefühle aufgrund des verheerenden Unfalls beschreiben, der denjenigen so viel Kummer zugefügt hat, die sie wirklich geliebt haben - und Reeva weiterhin lieben werden», schreibt er am 14. Februar auf seiner Website. «Der Schmerz und die Traurigkeit - die vor allem Reevas Eltern, Familie und Freunde ertragen müssen - erfüllen mich mit grossem Leid.» Für den Rest seines Lebens werde er den Verlust und das Drama dieses Tages mit sich herumtragen.

Ob Absicht oder nicht - Oscar Pistorius ist offiziell des Mordes an Reeva Steenkamp angeklagt. Der Prozess soll vom 3. bis 20. März stattfinden, schreibt Focus.de. Oscar Pistorius drohen mindestens 15 Jahre Gefängnis - auch wenn das Gericht dem Angeklagten glaubt, dass er Reeva für einen Einbrecher hielt. Selbst dann hätte er nämlich mit dem Vorsatz zu töten geschossen, heisst es in der Anklageschrift. Bei Verurteilung zu lebenslanger Haft muss er mindestens 25 Jahre absitzen.

Die Mutter des Opfers kündigte an, dass sie beim Prozess dabei sein wird. Nach dem Urteil will die Familie eine Stiftung gründen, um häusliche Gewalt an Frauen zu unterbinden. Aussergerichtlich verhandeln Pistorius' Anwälte mit den Hinterbliebenen über Schadensersatzzahlungen.

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