Oscars 2014 Triumph für «12 Years a Slave» bei der Filmpreis-Verleihung

Das Drama «12 Years a Slave» hat den Oscar als bester Film gewonnen. Damit siegte zum ersten Mal in der Geschichte der Academy Awards das Werk eines schwarzen Regisseurs in der Hauptkategorie. Am meisten Oscars - sieben - räumte das Weltraumdrama «Gravitiy» ab. 

Er basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt das tragische Schicksal eines Sklaven. Für das von Brad Pitt, 50, mitproduzierte «12 Years a Slave» gab es am Sonntagabend bei der Oscar-Verliehung in Los Angeles insgesamt drei der begehrten Trophäen. «Ich widme diesen Preis allen Menschen, die jemals unter Sklaverei gelitten haben, und den 20 Millionen Menschen, die noch heute darunter leiden», sagte der 44-jährige Regisseur Steve McQueen in seiner Dankesrede.

Das Historiendrama handelt vom Leben des Mitte des 19. Jahrhunderts in die Sklaverei verschleppten Afroamerikaners Solomon Northup, der über sein Martyrium einst eine Autobiographie verfasste. Die 31-jährige Kenianerin Lupita Nyong'o wurde für ihre Rolle in dem Filmdrama als beste Nebendarstellerin geehrt. Eine weitere Auszeichnung gab es für das beste adaptierte Drehbuch.

Das Weltraumdrama «Gravity» mit Sandra Bullock, 49, und George Clooney, 52, bekam sieben Trophäen, darunter die für den Regisseur Alfonso Cuarón, 52. Dieser ist der erste Mexikaner, der den Regie-Oscar gewann. Sein in 3D gedrehtes Weltraum-Spektakel sicherte sich ausserdem zahlreiche Nebenauszeichnungen wie für die beste Kamera und den besten Schnitt.

Die Australierin Cate Blanchett nahm ihren zweiten Oscar entgegen. Sie wurde für ihre Rolle in Woody Allens «Blue Jasmine» als beste Hauptdarstellerin geehrt. Die 44-Jährige setzte sich gegen Amy Adams («American Hustle»), Sandra Bullock («Gravity»), Meryl Streep («Im August in Osage County») und Judi Dench («Philomena») durch.

Die Trophäe für den besten Hauptdarsteller ging an Matthew McConaughey, der für seine Rolle als Aidskranker in «Dallas Buyers Club» mehr als 20 Kilogramm abgenommen hatte. Der 44-Jährige setzte sich gegen Christian Bale («American Hustle»), Bruce Dern («Nebraska»), Leonardo DiCaprio («The Wolf of Wall Street») und Chiwetel Ejiofor («12 Years a Slave») durch.

Das Drama «Dallas Buyers Club» des Kanadiers Jean-Marc Vallée wurde mit zwei weiteren Oscars ausgezeichnet: Für die beste männliche Nebenrolle - Jared Leto, 42, als Transvestit - und für das beste Make-up. Leto setzte sich damit gegen Konkurrenten wie den deutsch-irischen Schauspieler Michael Fassbender, 36, durch, der für seine Rolle in «12 Years a Slave» nominiert war.

Grosser Verlierer war die Gaunerkomödie «American Hustle», die trotz zehn Nominierungen leer ausging. Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an «La Grande Bellezza» des 43-jährigen Italieners Paolo Sorrentino - es war der elfte Auslands-Oscar für Italien. Bester Animationsfilm wurde «Frozen». Das freut besonders Nadja Bonacina, 39. Die Luzernerin modellierte in dem Disney-Film die Berglandschaft, die an den Pilatus angelehnt war.

Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis der Welt. Im vergangenen Jahr hatte Ben Afflecks Politdrama «Argo» die Auszeichnung als bester Film des Jahres gewonnen.

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