Peaches Geldof (†) Kurz vor ihrem Tod war sie heimlich im Entzug

Nicht mal ihr Mann wusste davon. Nur Wochen vor ihrem Tod besuchte Peaches Geldof regelmässig eine Entzugsklinik - in einem Hoodie, um unerkannt zu bleiben. Eine anonyme Quelle aus dem Spital-Umfeld verrät weitere Details.
Peaches Geldof wurde von Ärzten gewarnt
© Dukas

Wie viel wusste ihre Familie? Warum waren in ihrem Haus keine Spuren von Drogen zu finden? Nach dem Tod von Peaches Geldof bleiben viele Fragen ungeklärt.

Seit Donnerstag herrscht traurige Gewissheit: Peaches Geldof, † 25, nahm kurz vor ihrem Tod Heroin. Ob sie tatsächlich an einer Überdosis starb, geht aus dem toxikologischen Bericht zwar nicht hervor. Der Drogenkonsum und die festgestellte Menge hätten vermutlich eine Rolle bei ihrem Tod gespielt, teilte die Polizei in der englischen Grafschaft Kent mit. Dabei hatten ihre Freunde und Familie so sehr beteuert, dass die zweifache Mutter clean gewesen war.

Gut möglich, dass ihr Umfeld gar nichts von ihrer erneuten Abhängigkeit mitbekommen hat. Wie die britische Zeitung «The Sun» am Freitag schreibt, hat die Tochter von Alt-Rocker Bob Geldof, 62, Wochen vor ihrem plötzlichen Tod mehrfach die englische Entzugsklinik Maidstone aufgesucht - mit einem Kapuzenpulli tief ins Gesicht gezogen, um unerkannt zu bleiben. «Sie sagte: ‹Sag besser niemandem etwas›. Sie wollte nicht, dass es hier Ehemann herausfindet», berichtet ein Insider aus dem Umfeld des Spitals. «Er ist sehr strikt und ihr Vater würde ausrasten, wenn er etwas davon wüsste.»

Einmal wöchentlich musste Peaches in die Klinik, etwa 20 Milligramm Methadon habe sie da jeweils bekommen - eine «normale Menge», wie der Insider weiss. Und immer wieder habe das It-Girl betont, ihre Besuche geheimhalten zu wollen. «Am meisten besorgt war sie wegen ihres Ehemanns.» Sie sei sich sicher gewesen, dass er es nicht verstehen würde. Aber hat Geldofs Mann wirklich nichts von den Problemen seiner Frau mitbekommen? Auch nach den neusten Ergebnissen sind zumindest noch einige Fragen offen: Warum hat Cohen so schnell den Notruf bestellt, als seine Frau nicht ans Telefon ging? Wer hat die Drogenutensilien aus dem Haus geschafft?

Erstmals Drogen genommen hat Peaches, als sie in New York lebte, wie sie in der Klinik erzählte. Bereits 2008, als sie 19 war, hat sie wegen ihrer Sucht einen Atemstillstand erlitten und musste reanimiert werden. Mit Drogen in Berührung kam sie aber schon viel früher: Ihre Mutter Paula Yates starb im Jahr 2000 an an einer Überdosis Heroin, im Alter von 41 Jahren. Darüber ist Peaches nie hinweggekommen.

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