Philip Seymour Hoffman (†) Dealer verrät: Er spritzte täglich 10 Mal Heroin

Der mutmassliche Drogendealer von Philipp Seymour Hoffman, Robert Vineberg, spricht in einem Interview erstmals über seine Beziehung zum verstorbenen Schauspieler. Die beiden sollen Freunde gewesen sein, behauptet er. Und: Seymour sei ein «Hardcore-Süchtiger» gewesen.
Philip Seymour Hoffmans Drogendealer spricht nach Tod über Sucht
© Dukas

Philip Seymour Hoffman wurde am Freitag in New York beigesetzt. Der Hollywood-Star hinterlässt drei Kinder.

Robert Vineberg ist einer der vier Drogendealer, die nach Philip Seymour Hoffmans, †46, plötzlichem Tod gesucht und verhaftet wurden. Seit vergangener Woche sitzt der 57-Jährige auf der New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island im Knast. Jetzt spricht er erstmals mit der «New York Post» über seine Beziehung zum Hollywoodstar. Die beiden sollen eng miteinander befreundet gewesen sein.

«Ich hätte ihn retten können», ist sich Vineberg, der sich selbst als Sündenbock sieht, sicher. «Wenn ich gewusst hätte, dass er in der Stadt ist, hätte ich ihn zu einem Treffen einer Selbsthilfegruppe mitgenommen. Dann wäre nicht passiert, was passiert ist. Nicht unter meiner Aufsicht.» Die beiden hätten über Bücher und Kunst gesprochen. Und über Drogen? Der Dealer bestreitet, dass die 73 Päckchen Heroin, die die Polizei in der Wohnung des Schauspielers fand, von ihm waren. Als der Reporter nachhakt, ob er Hoffman jemals Drogen verkauft hätte, verweigert er die Antwort.

Über den Verstorbenen offenbart Vineberg hingegen umso mehr. Hoffman soll zehn Mal am Tag Heroin gespritzt haben. «Er war ein Hardcore-Süchtiger.» Er habe ihn zuletzt im Oktober getroffen, in Vinebergs Apartment in der Mott Street in Chinatown. Der Schauspieler sei damals high gewesen. Anschliessend begab er sich 28 Tage lang in den Entzug, um für die Dreharbeiten zu «Hunger Games» bereit zu sein. «Ich bin clean», sprach Hoffman im Dezember auf die Combox von Vineberg, der sich zu diesem Zeitpunkt selbst in der Reha befand. Das war auch das letzte Mal, dass er ihn gehört hat. Dass Hoffman am 2. Februar - höchstwahrscheinlich an einer Überdosis - starb, überrascht den Dealer indes nicht. «Wenn du eine Weile clean warst, dann verträgt dein Körper eine solche Menge nicht», weiss er.

Philip Seymour Hoffman ist am Freitag in der New Yorker Upper East Side beigesetzt worden. Neben seiner ehemaligen Lebensgefährtin Mimi O'Donnell, 46, und den drei gemeinsamen Kindern Cooper, 10, Tallulah, 7, und Willa, 5, erwiesen ihm auch Stars wie Meryl Streep, Cate Blanchett, Michelle Williams oder Ethan Hawk die letzte Ehre. 

Auch interessant