Frederic von Anhalt «Prince Von A-Hole» will Amerika retten

Mit dem Amt des Gouverneurs von Kalifornien hat es nicht geklappt. Jetzt möchte Prinz Frederic von Anhalt Bürgermeister von Los Angeles werden. Wer ist eigentlich der Deutsche, den die Amerikaner liebevoll «Prince Von A-Hole» nennen?

«Wenn Arnold das machen konnte, dann kann ich das auch», sagte Prinz Frederic von Anhalt, 66, vor einem Jahr gegenüber amerikanischen Medien. Damit meinte er seine Kandidatur für das Amt des kalifornischen Gouverneurs. Gewonnen hat ein anderer, doch den Traum vom politischen Amt hat der gebürtige Deutsche mit amerikanischem Pass nicht aufgegeben. Jetzt möchte er Bürgermeister von Los Angeles werden. TMZ.com verriet er seine Ziele: Arbeitsstellen schaffen und die Obdachlosigkeit abschaffen. «Und Verbrecher sollen wieder zu guten Menschen werden.» Wie er das anstellen möchte? Nur er allein weiss es.

Vor einem Jahr gingen seine Vorstellungen noch weiter. Seinen Wahlkampf lancierte er mit dem Slogan «Gebt Kalifornien das gute Leben zurück». Will heissen: Legalisierung von Prostitution und Marihuana, Verkehrssünder sollten stärker zur Kasse gebeten werden. Auch hätte er sich für die Förderung einheimischer Produkte einsetzen wollen. «Ihr braucht keinen französischen Champagner, keine Avocados aus Chile. Wir haben alles hier viel besser im eigenen Staat.» Mit Ausnahme von kubanischen Zigarren, bei denen er das Einfuhrverbot abschaffen wollte. 

Sich einen Namen in der Politik zu machen, ist Prinz Frederic noch nicht gelungen. Dafür bekam er Spitznamen - die Amerikaner nennen ihn «Prince Von A-Hole» (zu Dt. «Prinz Arschloch»), im deutschsprachigen Raum kennt man ihn unter dem Namen «Prinz Peinlich». Egal ob in Übersee oder in Europa - sein Tun wird belächelt. Dazu zählt:

  • Prinz Frederic von Anhalt (wir bleiben bei seinem offiziellen Namen) äusserte diesen Sommer den Wunsch, Ben Affleck adoptieren zu wollen. Allerdings nur, wenn ihm der Schauspieler dafür seine Villa für über zehn Millionen Franken abkauft. Zu einem Deal ist es bislang nicht gekommen.
  • Aus finanziellen Sorgen wollte Frederic nicht nur die Villa, in der er und seine kranke Ehefrau Zsa Zsa Gabor wohnen, verkaufen, sondern auch Geld von seiner alten Heimat verlangen. Weil er vor seinem Umzug in die Staaten zehneinhalb Jahre in Deutschland gearbeitet hatte, verlangte er seine Rente von 400 Euro. Zu «Bild» sagte er damals: «Wenn ich sehe, wer in Deutschland alles abzockt, will ich auch ran.»
     
  • Apropos Adoption: Prinz Frederic hat mehrere Personen adoptiert, die dadurch den Nachnamen Prinz von Anhalt tragen dürfen. Unter anderem den Bordellbetreiber Prinz Marcus von Anhalt.
     
  • Zu lachen hatten (nicht nur) die Amerikaner, als der Prinz Ende letzten Jahres notfallmässig ins Spital geliefert werden musste. Der Grund: Er hatte seine Augentropfen mit dem Nagelkleber seiner Frau verwechselt.

Bekannt wurde Prinz Frederic von Anhalt vor allem durch seine Heirat mit der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor, 94. 1986 gaben sie sich das Ja-Wort, 2001 wollte er sich jedoch scheiden lassen, nachdem eine 19-Jährige behauptete, ein Kind von ihm zu erwarten. Zur Scheidung kam es nie. Später nahm er an Reality-Shows wie ProSiebens «Die Burg» teil, die für ihn aber mit einer Klage endeten. Er hatte Teilnehmerin Kader Loth ins Badewasser gepinkelt. Derzeit kümmert er sich um seine pflegebedürftige Ehefrau.

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