Sex-Skandal um Prinz Andrew Ex-Frau Sarah Ferguson nimmt den Royal in Schutz

Es war ein schwieriger Start ins neue Jahr für das britische Königshaus: Eine Frau erhebt schwere Sex-Vorwürfe gegen Prinz Andrew, dem zweitältesten Sohn der Queen. Der Hof hat bereits mehrfach dementiert. Jetzt stellt sich auch seine Ex-Frau, Sarah Ferguson, hinter ihn.
Sarah Ferguson Verbier Prinz Andrew Sex-Skandal
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Sarah Ferguson hält sich in Verbier mit Nordic Walking fit.

Der Sex-Skandal erreichte Prinz Andrew, 54, in Verbier. Dort verbrachte er seine Ski-Ferien mit Ex-Frau Sarah Ferguson, 55, der gemeinsamen Tochter Eugenie, 24, und Prinz Harrys Ex-Freundin Cressida Bonas, 25. Während Andrew bereits vorzeitig abgereist und heim zur Krisensitzung nach London geflogen ist, weilt die Herzogin von York weiterhin in der Schweiz.

Angesprochen auf den Skandal und ob sie weiterhin zu Andrew halte, sagt sie zur «Sun»: «Die York-Familie war und ist eng verbunden. Andrew ist der grossartigste Mann, den man sich vorstellen kann.» Der Moment, als sie ihn 1986 heiratete, «war der schönste in meinem Leben». Sie stärkt damit ihrem Ex-Mann den Rücken, ohne sich direkt zu den Vorwürfen der Amerikanerin Virginia Roberts zu äussern.

Sarah Ferguson Prinz Andrew Hochzeit
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Sarah Ferguson und Prinz Andrew heirateten am 23. Juli 1986. Zehn Jahre später folgte die Scheidung.

Und die Vorwürfe sind happig. Zwischen 1999 und 2002 - sie war damals 17 Jahre alt - soll Roberts zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden sein. Auch von Sex-Orgien ist die Rede. Drahtzieher soll der Milliardär Jeffrey Epstein, 61, gewesen sein, ein guter Freund des Royals. Er soll die Treffen unter anderem auch auf seiner Privat-Karibik-Insel organisiert haben. Epstein sass zwar bereits wegen sexuellen Missbrauchs im Gefängnis. Der Rechtsstreit zwischen mutmasslichem Täter und Opfern ist aber noch lange nicht ausgetragen. Virginia Roberts fungiert heute als Zeugin.

Schon 2011 tauchten Sex-Gerüchte auf, nachdem ein Foto im Umlauf war, das Prinz Andrew mit einer 17-Jährigen zeigte. Damals noch schwieg der britische Hof. Jetzt hat er die Vorwürfe gleich mehrmals dementiert - und das vehement. «Es ist sehr interessant, dass die Royals dieses Mal so schnell Stellung beziehen und jede Verwicklung von Prinz Andrew abstreiten. Das zeigt, dass die Queen die Sache sehr, sehr ernst nimmt», sagte Adels-Experte Steve Hargrave in einem Interview mit RTL. Es sei «theoretisch möglich, dass Andrew Teil des Strafprozesses wird und in den USA aussagen muss oder gar angeklagt wird». Denn im Bundesstaat Florida, wo der Fall vor den Richtern liegt, gilt Sex mit einer 17-Jährigen als Straftat. In der Heimat müsste sich Prinz Andrew nicht vor dem Gesetz verantworten - mit Sicherheit aber moralisch.

Wie es weiter geht, ist noch unklar. Roberts will sämtliche Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Sie will ein Buch veröffentlichen, dass die ganze Wahrheit ans Licht bringen soll. Und sie will laut «Daily Mail» noch weitere Namen von Männern, die im Rampenlicht stehen, preisgeben. Das letzte Kapitel ist vermutlich noch nicht geschrieben.

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