Er machts nur fürs Grosi Harry wollte kein Prinz mehr sein

Er wollte ein gewöhnliches Leben führen, nicht mehr Teil der königlichen Familie sein, sagt Prinz Harry in einem aktuellen Interview. Tatsächlich hatte der heute 32-Jährige lange mit seiner Rolle zu kämpfen. Nun aber hat er seine Bestimmung gefunden - und seine grosse Liebe.

What happens in Vegas, stays in Vegas. Das Sprichwort mag für den Durchschnittsbesucher der Wüstenstadt stimmen, doch benimmt sich ein Royal in Las Vegas daneben, erfährt das die ganze Welt. Prinz Harry kann davon ein Liedchen singen, als er 2012 in der Party-Stadt sein Single-Leben mit Alkohol in der einen und einer Brünette in der anderen Hand geniesst.

Mit dabei - wie so oft - Fotografen, die auch festhalten, wie er nackt Billard spielt. Ein Skandal für das Königshaus. «Ich war da wohl nicht ganz Prinz genug. So einfach ist das», gibt der 32-Jährige später reumütig zu. 

Die Nazi-Verkleidung

Es ist nicht der einzige Ausrutscher, den sich Harry in der Vergangenheit geleistet hat. In bester Erinnerung dürfte sein Auftritt vor zwölf Jahren an einer Kostümparty des Olympiareiters Richard Meade sein: Der Royal erscheint in Nazi-Verkleidung. Der damalige Pressesprecher des Königshauses, Dickie Arbiter, spricht von einem «unglaublich dummen und arroganten» Verhalten Harrys.

Auch der Sender BBC verurteilt den Prinzen aufs Schärfste. Der Vorfall stelle alles in den Schatten, was sich Harry bisher geleistet habe. Dazu zählen Drogeneskapaden - seinen ersten Joint raucht er mit 14 - und Alkoholexzesse. Des Royals Übername: «Dirty Harry». 

Prinz Harry als Nazi auf Kostümparty
© Dukas

Ein Bild, das zu reden gibt.

In einem Interview mit der Journalistin Angela Levin, aus dem unter anderem «Daily Mail» zitiert, spricht Prinz Harry am vergangenen Wochenende offen wie nie über seine Jugend und seinen Kampf mit der royalen Rolle. Er wollte «einfach nur raus» aus der royalen Familie. «Ein normales Leben führen» und «nicht erwachsen werden». Geblieben sei er einzig aus Loyalität zu seiner Grossmutter, Queen Elizabeth II., 91.

Prägender Militärdienst

So beginnt Prinz Henry Charles Albert David von Wales, wie er zu vollem Namen heisst, 2005 seine militärische Laufbahn - zunächst mit der Offiziersausbildung in Sandhurst, später lässt er sich bei der britischen Luftwaffe zum Helikopterpiloten ausbilden. Rückblicken sagt er, dass er sich während dieser Zeit beim Militär am wohlsten gefühlt habe. «Ich war kein Prinz, ich war einfach nur Harry.»

Von Dezember 2007 bis Februar 2008 ist er in Afghanistan stationiert. Eigentlich hätte der Auslandeinsatz länger dauern sollen, doch als ans Licht kam, wo sich der Royal befindet, wird er wegen Sicherheitsbedenken vorzeitig abgezogen. Über seine Zeit an der Front sagt er später: «Ich habe Schreckliches gesehen. Tragische Unfälle, Todesfälle, einige waren Kinder.»

Prinz Harry Afghanistan: am Tisch
© REUTERS/John Stillwell/Pool

Auch Ende 2012/Anfang 2013 weilt Harry in Afghanistan.

Und dann kam Meghan

Mit Hilfe seines Bruders Prinz William, 35, hat Harry inzwischen seine Rolle gefunden. Er setze seinen Status nun ein, um anderen zu helfen. Damit tritt der ehemalige «Dirty Hairy» vermehrt in die Fussstapfen seiner verstorbenen Mutter, Lady Diana †36. Vor elf Jahren gründet er die Wohltätigkeitsorganisation «Sentebale», die sich unter anderem von HIV betroffenen Waisenkindern annimmt. Er marschiert mit Kriegsversehrten zum Nordpol und ruft 2014 die «Invictus Games» ins Leben - eine Art olympische Spiele für kriegsverletzte Soldaten. 

Dieses Jahr werden sie in Toronto durchgeführt, weshalb Harry 2016 im Mai schon mal nach Kanada gereist ist. Ein Trip, der sein Leben verändert hat. Dort lernt er, so heisst es, Meghan Markle, 35, kennen. US-Amerikanerin, Schauspielerin und eine Frau, die den Royal um den Verstand bringt. Die beiden verlieben sich ineinander.

Prinz Harry mit Freundin Meghan Markle nicht verlobt auf Hochzeit in Jamaica
© Dukas

Prinz Harry und Meghan Markle zusammen an einer Hochzeit auf Jamaica.

Wie ernst es Harry mit dem Star aus der Hit-Serie «Suits» ist, zeigt eine offizielle Mitteilung des Palastes, die wenige Monate später veröffentlicht wird. Es sei eine Grenze überschritten worden. Seine Freundin sei Opfer von Beschimpfungen und Belästigungen geworden, seitdem bekannt ist, dass sie die Neue an dessen Seite ist.

Prinz Harry sei «besorgt um Ms. Markles Sicherheit und ist sehr enttäuscht, dass er sie nicht beschützen konnte». Und: «Es ist nicht richtig, dass Ms. Markle nach ein paar Monaten Beziehung einem solchen Sturm ausgesetzt wurde.» Eine Reaktion, die mehr als verständlich ist, kennen Harry und seine Familie doch zu gut, von Paparazzi auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden.

Steht Verlobung kurz bevor?

Seit über einem Jahr sind die beiden nun zusammen - und schon ist von Hochzeit die Rede. Am Wochenende berichtet der britische «Mirror», dass Prinz Harry aktuell beim königlichen Juwelier ein Armband seiner Mutter Diana zu einem Verlobungsring im Wert von rund 120'000 Franken umarbeiten lässt.

Gemunkelt wird, dass die Verlobung kurz bevor stehe. Auch aufgrund der angeschlagenen Gesundheit von Harrys Grossvater Prinz Philip, 96, - Harry möchte ihn unbedingt an seiner Hochzeit dabei haben.

Im Dossier: Alles über Prinz Harry

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