89 und kein bisschen müde Volles Programm: Die Queen besucht Deutschland

Am Dienstag landete in Berlin eine ganz besondere Maschine. An Bord war Queen Elizabeth II. und ihr Gemahl. Vier Tage weilen die beiden in Deutschland, nächtigen im Luxus-Hotel und fahren Schiff. So gross die Freude bei Royal-Fans ist, so sehr dürfte die Reise ein Dorn im Auge von Royal-Kritikern sein. Es geht ums liebe Geld.

Ganz vorsichtig stieg Queen Elizabeth II., 89, aus dem Flugzeug, das sie und Prinz Philip, 94, von London nach Berlin brachte. Es regnete bei der Landung, umso mehr leuchtete sie in ihrer knallblauen Garderobe mit türkisfarbenem Hut. Ein Hingucker. Genau wie der bordeauxrote Bentley, der nach dem Roten Teppich auf sie wartete. Das Gefährt liess die Monarchin extra per Schiff nach Deutschland transportieren.

 

Gestern kam die Bentley der Königin an.Herzlichen Dank an Steffen Reinhardt für das Video.#QueeninGermany

Posted by British Embassy Berlin on Sonntag, 21. Juni 2015


Vermutlich kein billiger Spass. Doch es geht noch teurer. Wie die «Daily Mail» schreibt, gab die Königsfamilie letztes Jahr knapp 7.5 Millionen Franken für ihre Besuche in aller Herren Länder aus. Prinz Charles' Trip nach Südamerika kostete allein schon etwas mehr als 730'000 Franken, hinzukommen weitere 1.4 Millionen Franken. Prinz Harrys Reise zur Fussball-Weltmeisterschaft nach Brasilien war mit 150'000 Franken beinahe schon ein Schnäppchen.

Zu den kostengünstigsten royalen Reisefüdlis gehört die Queen. Auch ihr aktueller viertätiger Deutschland-Besuch dürfte im Vergleich zum Rest ihrer Familie nicht allzu teuer werden. Trotz verschifftem Bentley und trotz Aufenthalt im Berliner Luxus-Hotel Adlon, wohin sie gleich nach ihrer Ankunft chauffiert wurde.

Der Fahrzeugkonvoi der Königin fährt vom Flughafen Berlin Tegel ab #QueeninGermany

Posted by British Embassy Berlin on Dienstag, 23. Juni 2015


Hunderte Fans und Schaulustige warteten vor dem Hotel, schwangen britische Fahnen und begrüssten Königin mit Dudelsack-Klängen. Die Höhepunkte ihrer Reise: eine Schifffahrt auf der Spree und ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch, am Donnerstag fliegt sie weiter nach Frankfurt, geht dort sie in die Kirche, am Freitag - wieder in Berlin - verlässt sie die deutsche Hauptstadt und reist zurück nach London.

Für Fans gibt es viele Gelegenheiten, die Queen aus der Nähe zu sehen. Die britische Botschaft in Berlin erklärt auf Facebook, was zu tun ist, wenn man direkt vor ihr stehen sollte. «Eine Verbeugung oder ein Knicks vor Mitgliedern der Königlichen Familie ist nicht vorgeschrieben, aber eine Tradition, an der viele Menschen gern festhalten.» Sollte man sie ansprechen wollen: «Die korrekte Andrede für die Königin lautet bei der ersten Anrede ‹Your Majesty› und danach ‹Ma'am›.» Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Im Dossier: Alles über das britische Königshäuser und andere Monarchien

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