Facebook Randi Zuckerberg: Sie ist empört über Etikette im Netz

Es ist ausgerechnet die Schwester von Mark Zuckerberg, die sich über eine Verletzung ihrer Privatsphäre im Netz auslässt. Dabei sollte Randi Zuckerberg doch wissen, wie hier der Hase läuft. Schliesslich war sie bis 2011 Marketingchefin von Facebook.
Ausgerechnet Randi Zuckerberg stolpert über die Privatsphären-Einstellungen beim sozialen Netzwerk Facebook. Dabei sollte es die Schwester des Gründers doch besser wissen.
© Getty Images Ausgerechnet Randi Zuckerberg stolpert über die Privatsphären-Einstellungen beim sozialen Netzwerk Facebook. Dabei sollte es die Schwester des Gründers doch besser wissen.

Es ist ein harmloses Foto, dass derzeit seine Runde im Internet macht und bei Randi Zuckerberg, 30, für masslose Empörung sorgt. Dass ihr Bild, welches vier Personen plus ihren Bruder Mark Zuckerberg in einer Küche zeigt, von ihrer Facebook-Seite über Twitter an mehr als 40'000 Menschen weitergeleitet wurde, sei in ihren Augen unterste Schublade. Sie belehrte die Schuldige, die Marketingdirektorin Callie Schweitzer, über Etikette im Netz: «Frag immer um Erlaubnis, bevor du das Foto eines Freundes öffentlich postest», schrieb ihr Randi Zuckerberg am Mittwoch und, dass es «nicht um Privatsphäre-Einstellungen sondern um menschlichen Anstand» ginge. Weiter twitterte sie an Schweitzer, dass es «uncool» sei, das private Foto zu posten. 

Was den Kritiker im Netz sauer aufstösst, ist die Reaktion von Randi Zuckerberg. Sie setzte ihren prominenten Namen ein, um das Foto löschen zu lassen. Das kann schliesslich nicht jeder, sagt Eva Galperin von der Electronic Frontier Foundation, einer Datenschutzorganisation aus San Francisco. Der Zwischenfall zeige, wie verwirrend die ständigen Neuerungen bei den Facebook-Einstellungen und der Umgang mit Privatsphäre im Internet seien, zitiert die deutsche «Wirtschaftswoche» die Datenschützerin. «Selbst eine Randi Zuckerberg kann sie falsch verstehen». Weiter vertritt Galperin die Meinung, dass jeder, der Informationen oder Bilder in einem sozialen Netzwerk teilt, damit rechnen muss, dass Freunde diese Daten einfach weitergeben.

Randi Zuckerberg zeigt sich nach der Twitter-Diskussion, die ebenfalls gelöscht wurde, etwas versöhnlicher und glaubt, dass das Ganze auch einen Sinn gehabt habe. Schliesslich sei durch den Vorfall eine ernsthafte Debatte über Anstand im Netz ausgelöst worden. 

 

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