Wo ist eigentlich... ...Rihanna?

Was die Sängerin gerade machte, weiss die ganze Welt: Rihanna tourte mit rund 150 Journalisten und Fans in einer Boeing 777 um die Welt. Was eine gute Idee gewesen wäre, entpuppt sich allerdings als weiterer Tiefpunkt in der Karriere des Popstars.

Für ihr neues Album «Unapologetic» hat sich Rihanna, 24, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In 7 Tagen gab sie in 7 Städten jeweils ein Konzert. In einer Boeing startete sie zur «777»-Tour - mit dabei rund 150 Fans und Journalisten, die der Sängerin so nah wie nie kommen sollten. Dass ihr Albumtitel dabei zum Programm wurde - übersetzt bedeutet er so viel wie dreist oder unverfroren -, konnte man dieser Tage in verschiedenen Medien lesen. Eine 20min.ch-Journalistin tickerte etwa mit, wie Rihanna ihre Fans stundenlang warten liess, wie Journalisten vergeblich um ein Interview mit dem R'n'B-Star bettelten und wie aus einer vermeintlichen PR-Sensation ein PR-Flop wurde.

Und Gawker.com schrieb zum letzten Stop in New York: «Unser internationaler Alptraum ist vorbei. Das Rihanna-Flugzeug mit den 150 Gefangenen und ihrer barbadischen Herrin ist in New York gelandet.»

Mit diesem unentschuldbaren Supergau macht Rihanna da weiter, wo sie im Sommer schon war: am Tiefpunkt. Während mehrerer Wochen twitterte sie Bilder von sich beim Feiern, beim Joint-Rauchen und mit Kater nach der Party. Mit ihren 24 Jahren scheint sie im vergangenen Jahr vom Weg zum Superstar abgekommen zu sein. Dass ihre Exzesse nicht unbedingt förderlich für ihre Karriere sind, zeigte sich denn auch an den vergangenen MTV Video Music Awards, an denen Rihanna zwar für fünf Preise nominiert gewesen war, jedoch am Ende lediglich einen mit nach Hause nehmen konnte. Freunde und Management sorgen sich angeblich um ihre Gesundheit, raten ihr seit längerem zu einer Auszeit. Dabei hatte alles so gut angefangen...

TALENTIERT ODER VERRÜCKT?
2005 wurde Robyn Rihanna Fenty zu Rihanna, bereits mit ihrer ersten Single «Pon de Replay» erreichte sie Top-Platzierungen in den US-Billboard-Hot-100 und den britischen Singlecharts.

Es folgten sechs Alben in sechs Jahren und etliche Nummer-1-Hits auf der ganzen Welt. 2007 fand die junge Frau aus Barbados ihre grosse Liebe in Sänger Chris Brown. Vor der Grammy-Preisverleihung 2009 prügelte dieser sie in seiner Limousine krankenhausreif, die Bilder gingen um den Globus. Bis heute scheint Rihanna aber nicht von Brown loszukommen. Immer wieder tauchen Bilder der beiden auf, im Oktober schwärmte sie in einem Interview von ihm und seinem Charisma und sorgte damit bei ihren Fans für Kopfschütteln.

Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sich «RiRi», wie die Sängerin von besagten Fans genannt wird, wieder fängt. Die erste Single-Auskopplung «Diamonds» vom neusten Album stieg in diversen Ländern direkt in die Top 10 der Single-Charts ein. Und vielleicht macht sie es ja nicht wie mit ihrem Album-Titel angekündigt und entschuldigt sich doch noch für ihre diversen Aussetzer in letzter Zeit.  

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