Prinzessinnen Madeleine, Eugenie & Co. In New York werden die Royals zu Normalos

Immer mehr junge europäische Blaublüter zieht es nach New York. Keine Paparazzi, die sie ständig verfolgen, ein normaler Job und keine adeligen Freunde - die Stadt an der Ostküste der USA ist für Royals wie Prinzessin Eugenie, Prinz Philippos oder Prinzessin Madeleine ein wahres Paradies.

Nach der Trennung von Jonas Bergström im Jahr 2010 floh Prinzessin Madeleine nach New York. Dort - weit wegn von den schwedischen Paparazzi und den kritischen Blicken ihres Volkes - baute sich die 32-Jährige ein neues Leben auf, fand ihre grosse Liebe und wurde Mutter. Mittlerweile ist sie mit ihrer kleinen Familie nach Schweden zurückgekehrt - vorerst. Denn schon bald soll es für Prinzessin Madeleine, Ehemann Chris O'Neill und Töchterchen Leonore nach London gehen, wie diverse Medien spekulieren.

Auch die britische Prinzessin Eugenie, 24, suchte Anonymität in New York. 2013 zog es sie in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wegen eines Jobs im Online-Auktionshaus Paddle8. Dort arbeitet sie als Auktionsmanagerin - ganz ohne royale Bevorzugungen. In New York ist die Enkelin von Queen Elizabeth, 88, einfach bloss Eugenie York.

Ebenfalls weit weg von seiner Familie lebt Prinz Philippos von Griechenland. Der 28-Jährige lebt und arbeitet in der Stadt, die niemals schläft, als Analyst in einer Investmentfirma. Er habe sich dafür entschieden, in New York zu leben, um im «Epizentrum der finanziellen Welt» zu sein. Zu Beginn hatte es der Blaublüter aber nicht einfach. Er habe sich seine Glaubwürdigkeit zuerst verdienen müssen. «Sobald die Menschen merken, dass du hart arbeitest, sehen sie, dass du mehr zu bieten hast», erklärt er dem Magazin «Gotham». Zu seinen Arbeitskollegen sieht er keinen Unterschied, auch wenn er aus einer royalen Familie stammt. «Ich arbeite für meinen Lebensunterhalt. Alle müssen arbeiten, und in diesem Sinne bin ich wie jeder andere.»

Der Grund, wieso viele junge europäische Adelige ein Leben in New York wählen, liegt auf der Hand, wie das Magazin schreibt. Dort können sie sich frei bewegen und an ihren Karrieren feilen - ohne ständig zu befürchten, dass Paparazzi jeden ihrer Fehltritte mit der Kamera festhalten. «Wenn du dir einen Namen machen willst, ist New York der beste Ort dafür», erklärt der italienische Adelsspross Lorenzo Borghese, 42. 1997 wanderte er im Alter von 25 Jahren nach Amerika aus. «Es gibt hier so viele Unternehmen und Beziehungen.» Es sei zwar nicht falsch, seine Kontakte, die man als Prinz oder Prinzessin habe, zu nutzen, aber «man muss arbeiten und vor allem etwas zurückgeben».

Und genauso sehr, wie die Blaublüter New York lieben, liebt New York die Blaublüter. «Sie haben tadellose Manieren und eine grosse Sozialkompetenz. Sie respektieren Autoritätspersonen», so Autor Bob Colacello, 67. Und das Wichtigste: «Sie sind nicht hinter dem Job ihres Bosses her, sechs Monate nachdem sie in der Firma angefangen haben.»

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