Das Model kritisiert Reality-Shows «GNTM»-Star Sarah Knappik hat Morddrohungen erhalten!

Die ehemalige «Germany's Next Topmodel»-Kandidatin Sarah Knappik rechnet mit Reality-Shows ab. Seit ihrer Teilnahme an der Modelshow sei sie abgestempelt. Und sie musste sogar um ihr Leben fürchten. 
Sarah Knappik
© Getty Images

Hat grossen Hass erfahren: Sarah Knappik.

Sie war bei «Germany's Next Topmodel», sie war im «Dschungelcamp» und sie ist gegenwärtig in der Show «Fort Boyard» zu sehen. Sarah Knappik, 31, weiss, wie der TV-Hase läuft. Doch sie weiss auch, dass das Leben für Castingshow-Teilnehmende nach der Ausstrahlung kein einfaches ist. Nun hat sie sich ihren Schmerz von der Seele geschrieben. 

«Es ist das Leben danach...»

Knappik bezieht sich in ihren Ausführungen auf die Äusserungen des deutschen TV-Regisseurs Kai Tilgen, der in seinem Buch über die Machenschaften bei Castingshows berichtet. So sei Sex zwischen Kameramännern und Kandidatinnen bei «GNTM» an der Tagesordnung.

Knappik wünscht sich, dass ihr Wohlergehen auch nach den Shows interessiert: «Fragt doch mal, was mit mir gemacht wurde über elf Jahre!» Man solle sich auch fragen, was mit Daniel Küblböck, «Germany's Next Topmodel»-Konkurrentin Gina-Lisa Lohfink und «DSDS»-Kultkandidat Menderes Bagci passiert sei. Das Problem sei das «Leben danach», wie Knappik schreibt. «Die Hand, die dich nährt und schlägt. Die dich aufhebt und schubst. Es ist ein Bild, welches für die Quote erschaffen wurde und es erschwert, ohne Vorurteile gesehen zu werden.» 

Das Unverständnis, das Casting-Teilnehmern entgegengebracht wird, stört Knappik sehr: «Keiner interessiert sich für uns. Wir werden nur als Casting-Teilnehmer gesehen, die doch selbst schuld sind. Nicht als junge Menschen, die vielleicht Träume hatten und diesen mit Mut nachgegangen sind.»

 

«Ich bin ein Star - Holt mich hier raus» hat sie nicht rausgeholt

Nach ihrer Teilnahme bei «Germany's Next Topmodel» wollte Knappik sich verändern: «Ich wollte keine Kleiderstange mehr sein, dadurch nicht mehr angefasst werden und in jedem Model-Casting mit Mobbing von anderen jungen Mädchen konfrontiert werden. Ich konnte das Erbrochene auf der Toilette vor Castings nicht mehr riechen.» 

Sarah Knappik Gina-Lisa Lohfink
© Keystone

Mit ihrer «Germany's Next Topmodel»-Kollegin Gina-Lisa Lohfink (l.) sorgte Knappik in der dritten Staffel 2008 für Furore. 

Die Teilnahme am «Dschungelcamp», aus welchem sie nach elf Tagen aufgrund von Streitereien freiwillig auszog, sollte da Abhilfe schaffen: «Ich dachte, der ‹Dschungel› holt mich da raus. Aber er machte mein Leben danach mit bewaffnetem Personenschutz und schweren Morddrohungen nicht schöner.» 

«Ich war noch ein Kind»

Mit dem Abdrehen der Shows war und ist für Knappik noch nichts vorbei: «Es ist ein Stempel für mein Leben, für mich. Freunde, die sich rechtfertigen müssen. Partner, die sich schämen, zu einem zu stehen.» Der Grund dafür ist ein trauriger: Es gebe, so Knappik, noch immer Menschen, die sie abwerteten wegen des Dschungels, der «mittlerweile sieben Jahre her ist». 

Es ist ein Stempel für mein Leben.

«Ich war noch ein Kind, als ich diesen Weg ging. Ich wusste nicht, was das bedeutet», erklärt Sarah Knappik. Ihre Fans bittet sie darum, bei anderen Menschen nicht weiter regungslos zuzusehen - so auch bei ihr, denn: «Ich bin ein Mensch mit Herz und Seele. Holt mich hier raus!»  

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