Was macht eigentlich... ...Schauspieler Kevin Bacon?

Sein Leben lang stand er lieber für Filme vor der Kamera oder spielte auf Theaterbühnen. Jetzt ist es ausgerechnet eine Fernsehserie, die Kevin Bacon zurück ins Rampenlicht katapultiert.

COMEBACK MIT «THE FOLLOWING»
Mit Kevin Bacons, 54, Karriere ist es so eine Sache: Filmkenner loben den Amerikaner seit Jahrzehnten in den Himmel und attestieren ihm ausserordentliches Schauspieltalent. Doch so richtig vermag sich Bacon dennoch nicht in der A-Riege Hollywoods zu etablieren. Nach eher ruhigeren Jahren ist er derzeit in Amerika wieder mehr im Gespräch, dank seiner Rolle in der Fernsehsendung «The Following».

In der Fox-Serie, die am Juni auch auf RTL Crime gezeigt wird, spielt er eine der zwei Hauptrollen, den Ex-FBI-Agenten Ryan Hardy. Dessen Leben ist ruiniert, seit er den Massenmörder Joe Carroll (gespielt von James Purefoy) festgenommen hat. Dieser schafft es trotz Haftstrafe, andere Leute ausserhalb der Knastmauern um sich zu scharen, die seinen Tötungsplan weiter ausführen. Zwischen Hardy und Carroll entwickelt sich ein Psychoduell, das von den amerikanischen Medien als «hervorragend» bezeichnet wird. Mit dieser Rolle ist Kevin Bacon wieder da, wo er angefangen hat: in einer TV-Serie. 

KARRIEREBEGINN
Seine ersten Versuche vor der Kamera machte Bacon im Alter von 21 in den Fernsehserien «Search for Tomorrow» und «Guiding Lights». Allerdings blieb der gewünschte Erfolg aus, erst sein Part im Horrorfilm «Freitag der 13.» brachte ihn auf den Radar der Filmemacher. Mit «Footloose» erlangte Kevin Bacon 1984 endlich den langersehnten Ruhm - allerdings nicht für lange: Man bot ihm daraufhin immer Parts wie den des Tänzers Ren McCormick an - oder Nebenrollen. Schliesslich gab er Forfait: «Die einzige Möglichkeit für mich, um in sogenannten A-Projekten mit A-Regisseuren mitzuspielen, ist, dass ich mich nicht um die Hauptrolle bemühe.» 

In «Am wilden Fluss» setzte er seine neue Strategie an der Seite von Meryl Streep um, für «Apollo 13» stand er mit Tom Hanks vor der Kamera. Sowohl in «Sleepers» als auch «The Woodsman» wurde Bacons Wunsch erfüllt: In beiden Streifen spielt er schwierige Charaktere, beides Mal stellt er Pädophile dar. Trotz herausragender Leistungen wurde Kevin Bacon bis heute nie für einen Oscar nominiert, was viele Filmkenner beanstanden.

EWIGE JUGENDLIEBE
Kevin Bacon ist seit 1988 mit seiner Schauspiel-Kollegin Kyra Sedgwick, 47, zusammen. Für Hollywood-Verhältnisse ist das eine halbe Ewigkeit. Die beiden haben sich am Set von «Lemon Sky» kennengelernt. Sie haben zwei gemeinsame Kinder: Travis Bacon, 23, und Sosie Ruth Bacon, 21.

EIGENE MATHEMATISCHE FORMEL
Die Bacon-Zahl ist nach Kevin Bacon benannt, die das Kleine-Welt-Phänomen aufzeigen soll. Es wird davon ausgegangen, dass Kevin Bacon selbst die Bacon-Zahl 0 trägt. Alle Schauspieler, die je mit ihm vor der Kamera gestanden sind, tragen die Zahl 1. Andere Schauspieler, die mit einem Schauspieler gespielt haben, der einmal mit Kevin Bacon vor der Kamera gestanden hat, tragen die Zahl 2. Mithilfe einer mathematischen Formel kann mit diesen Zahlen bewiesen werden, dass ein Mensch mit einem anderen Menschen über eine überraschend kurze Kette mit Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist.

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