Stewart & Co. «Seitensprung ist logische Folge von Beziehung»

Die ganze Welt spricht über die Dreiecksgeschichte von Kristen Stewart, Rupert Sanders und Robert Pattinson. Jetzt meldet sich der Europa-Sprecher der grössten Seitensprung-Portal zu Wort und meint: «Stoppt mit dieser Doppelmoral. Viele von euch sind nicht besser!»

Kristen Stewart, 22, verdient Millionen, gehört zu den angesagtesten Hollywood-Stars und - ist doch ganz durchschnittlich! Das zeigt eine Umfrage vom Fremdgehportal AshleyMadison.com: 22 Prozent von 4725 angemeldeten Frauen geben nämlich an, bereits einmal ein Abenteuer am Arbeitsplatz gehabt zu haben. 90 Prozent davon haben sich mit ihrem Chef eingelassen, genau wie Kristen Stewart: Sie verfiel ihrem Boss, dem Regisseur Rupert Sanders, 41, während der Dreharbeiten zu «Snow White And The Huntsman». Es sei nur eine «flüchtige Indiskretion» gewesen, sagte sie in der öffentlichen Entschuldigung, die sie primär an ihren Freund Robert Pattinson, 26, gerichtet hatte.

Genau wie Sanders hatte Kristen auch Pattinson an einem Filmset kennengelernt. «Die Menschen verbringen die meiste Zeit bei der Arbeit und mit Freunden, deshalb kommt es dort auch am ehesten zu einem Ausrutscher», erklärt Christoph Krämer, Europa-Sprecher von Ashley Madison gegenüber SI online. Eine Seitensprung im Umfeld - er liegt am nächsten und ist doch so gefährlich: «Die Chance, dass ein Abenteuer im nahen Umfeld auffliegt, ist massiv erhöht.»

DIE KRITISCHE ZEIT BEGINNT FRÜH
Drei Jahre lang waren Kristen und Robert ein Paar. Sie schafften es vergleichsweise erfolgreich, ihre Beziehung fernab des Rampenlicht zu führen. Die offizielle Bestätigung ihrer Liebe kam erst mit Kristens Entschuldigung. Mit dem kurzen Abenteuer habe sie «das Wichtigste» in ihrem Leben aufs Spiel gesetzt: «Rob, den Menschen, den ich über alles liebe und am meisten schätze.»

Für Krämer ist klar: Das Hollywood-Paar ist in die gleiche Falle getappt wie andere Paare auch. Nach drei Jahren Liebe bestimmen häufig Routine und Langeweile den Alltag. Die Reize von aussen sind dank moderner Medien so gross, «dass Menschen heute immer früher fremd gehen», erklärt er und legt allen ans Herz: «An einer Beziehung muss gearbeitet werden - und zwar täglich!» Wichtig sei vor allem, mit dem Partner offen über Wünsche und Probleme zu sprechen. «Lassen Sie ihn auch wissen, was er Ihnen bedeutet», rät Krämer. Dazu gehört auch, dass man gemeinsam etwas unternimmt, dass man sich nicht gehen lässt und nur noch in Schlabber-Outfits herumhängt. Dass man sich Zeit füreinander nimmt. Dass man am Leben des anderen teilnimmt. Und dass man sich für ihn interessiert. Denn: «Fehlende Aufmerksamkeit ist für Frauen wie Männer der Hauptgrund für einen Seitensprung.»

ZWEI VON DREI MENSCHEN GEHEN FREMD
Das Abenteuer in fremden Betten - es kommt häufiger vor, als viele sich vielleicht denken: Gemäss anderen Studie werden 60 bis 70 Prozent der Weltbevölkerung ihrem Partner einmal pro Leben untreu. Für die meisten folgt darauf aber nicht unbedingt die Trennung: Zwei Drittel der 1348 befragten Ashley-Madison-Mitglieder geben an, dass sie bereits einmal einen Seitensprung verziehen haben oder es tun würden. «Man muss zwischen Ausrutscher und Affäre unterscheiden», stellt Krämer klar. «Ein Ausrutscher kann jedem passieren und muss nichts bedeuten.» Ganz anders ist es bei einer Affäre: «Da gibt es in einer Beziehung oft schwerere Probleme. Fliegt eine Affäre auf, muss man sich überlegen, ob man diese überhaupt überwindbar sind.»

Das machen derzeit wohl auch Kristen und vor allem Robert: Medienberichten zufolge leidet er nach seinem Auszug aus dem gemeinsamen Haus still vor sich hin. Weder mit seinen Familienmitgliedern will er reden noch mit Kristen. Robert fordert einzig eine Aussprache mit Rupert Sanders, dem Regisseur. Wie auch immer sich diese Dreiecksgeschichte entwickeln wird, den Beteiligten bleibt gemäss Krämer ein Trost, wenn auch ein trauriger: «Im Jahr 2012 ist ein Seitensprung einfach die logische Folge einer Beziehung.»

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