Nach Geburt von Tochter Alexis Olympia Ohanian Jr. Serena Williams ist nur knapp dem Tod entkommen

Vor fünf Monaten brachte Serena Williams ihr erstes Baby zur Welt. Jetzt spricht die Tennisspielerin über ihre schlimmen Erfahrungen nach der Geburt. Die Amerikanerin wäre fast gestorben.
Serena Williams bei den Women Of The Year Awards November 2017
© Getty Images

Ganz persönlich: Serena Williams schreibt über ihre Komplikationen nach der Geburt.

Der 1. September 2017 wird Serena Williams für immer in Erinnerung bleiben: An diesem Tag erblickte ihre Tochter Alexis Olympia Ohanian Jr. das Licht der Welt. Doch Komplikationen hatten den Glücksmoment getrübt.

Auf dem Youtube-Kanal von Williams' Ehemann Alexis Ohanian, 34, verriet das Paar damals, dass die frischgebackene Mama und das Baby das Spital erst nach sechs Tagen verlassen durften. In einem neuen Artikel auf «CNN» schreibt die 34-jährige Tennisspielerin jetzt über die Schreckensmomente nach der Geburt.

Der Bericht beginnt mit den Worten «Ich wäre nach der Geburt meiner Tochter Olympia fast gestorben». Ihre Schwangerschaft sei problemlos verlaufen, schreibt Williams. Doch dann kamen die Komplikationen. Ihre Tochter sei per Notfall-Kaiserschnitt zur Welt gekommen, nachdem ihr Herzschlag während der Wehen dramatisch gesunken sei. Der Eingriff sei reibungslos verlaufen. «Bevor ich es recht realisieren konnte, war Olympia in meinen Armen.»

Serena_Williams_Baby
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Serena Williams hält die kleine Alexis Olympia Ohanian Jr. liebevoll im Arm.

Heikle Kaiserschnitt-Wunde

«Es war das wunderbarste Gefühl, das ich je in meinem Leben hatte», erinnert sich Williams an den Moment der Niederkunft. «Aber nur 24 Stunden nach der Geburt folgten sechs Tage Unsicherheit.» Die Kaiserschnitt-Wunde sei wegen des starken Hustens, den sie als Folge einer Lungenembolie hatte, wieder aufgerissen. Der Tennis-Star musste erneut operiert werden. Bei diesem Eingrifft stellten die Ärzte ein grosses Hämatom in ihrem Bauch fest.

Serena Williams lag sechs Wochen flach

In einer weiteren OP verhinderten die Mediziner, dass das Blutgerinnsel in ihre Lunge gelangte. Dann durfte Williams das Spital verlassen. Der Weg zur Genesung war aber noch lange: «Als ich endlich nach Hause zu meiner Familie durfte, musste ich die ersten sechs Wochen meiner Mutterschaft im Bett verbringen.»

Serena Williams mit Baby Alexis Ohanian Jr..
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Serena Williams konnte ihr Mutterglück kurz nach der Geburt noch nicht voll geniessen.

Ohne professionelle Hilfe würde Serena Williams nicht mehr leben

Sie sei dem Ärzteteam für seinen Einsatz wahnsinnig dankbar. «Wenn diese professionelle Hilfe nicht gewesen wäre, wäre ich heute nicht mehr da», ist Williams überzeugt.

Im Zusammenhang mit ihren dramatischen Erfahrungen nach der Geburt macht Williams im Artikel auf einen Missstand aufmerksam: In den Vereinigten Staaten komme die Müttersterblichkeit bei schwarzen Frauen mehr als dreimal häufiger vor. Es sei nicht nur ein Problem in Amerika. Überall in armen Ländern auf der Welt würden Tausende von Frauen mit Geburtsproblemen kämpfen.

«Jede Mutter hat eine gesunde Schwangerschaft verdient»

Aus diesem Grund sei es wichtig, Hilfsorganisationen wie Unicef zu unterstützen. «Jede Mutter, überall auf der Welt, unabhängig von Rasse oder Hintergrund, hat eine reibungslose Schwangerschaft und Geburt verdient. Wir alle können helfen, damit das Realität wird.»

Serena Williams' persönlicher Bericht endet mit den Worten: «Zusammen können wir diese Veränderung vornehmen. Zusammen können wir die Veränderung sein.»

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