Irina von Bentheim Sie ist die Frau hinter Carrie Bradshaw

Wohl jede Frau kennt ihre Stimme, kaum eine verbindet sie mit ihrem Gesicht: Irina von Bentheim vertonte über Jahre die Erfolgsserie «Sex And The City». SI online sprach mit der «erotischsten Stimme» Deutschlands über Geld, ihren neuen Job bei der ProSieben-Serie «Fashion & Fame» und ihr Wissen über die Schweiz.
Irina von Bentheims Stimme ist zurzeit in der ProSieben-Serie «Fashion & Fame» zu hören.
© picture- alliance Irina von Bentheims Stimme ist zurzeit in der ProSieben-Serie «Fashion & Fame» zu hören.

SI online: Irina von Bentheim, wir mussten doppelt hinhören als wir vergangene Woche die erste Folge der ProSieben-Sendung «Fashion & Fame» schauten. Da war die Stimme von Carrie Bradshaw zu hören...
Irina von Bentheim: ...und in der deutschen Version bin das ich.

Sicherten Sie sich mit der Vertonung von «Sex And The City» nicht bis zu ihrem Lebensende finanziell ab?
Die Vertonung von «Sex And The City» stellt man sich doller vor, als es schlussendlich ist. Ich lebe nach wie vor von meiner Stimme, versuche aber immer auf mehrere Projekte zu setzen, wie zum Beispiel meine Sketchprogramme bei den Stachelschweinen.

Aber Sie moderieren nun wieder eine Sendung, die mit Mode zu tun hat. Ist das ein Zufall?
Meine Stimme hat in dieser Branche eine gewisse Macht, da sie mit der Stilikone schlechthin - Carrie Bradshaw, gespielt von Sarah Jessica Parker - in Verbindung gebracht wird. Mit «Fashion & Fame» von ProSieben hat sich das jetzt gut entwickelt, ich freue mich darüber, dass ich gebucht wurde.

Erstaunlich, dass Sie für solche Projekte Zeit finden.
Obwohl ich als deutsche Stimme von Carrie Bradshaw viele Vorteile geniessen darf, bringt es auch Nachteile mit sich: Für gewisse Dinge werde ich nicht gebucht, über Jahre hinweg vertonte ich kaum andere Sendungen, vor allem beim deutschen «SATC»-Sender ProSieben. Viele Regisseure dachten, die Stimme werde durch «Sex And The City» allzu sehr besetzt.

Schlecht kann die Erfahrung ja trotzdem nicht gewesen sein.
Nein, denn durch die Popularität bemerke ich auch Erfolge bei den Produktionen meines Hörbuchverlages «HörbarWeiblich». Die Bekanntheit brachte mir viele Moderationsjobs - aber trotz allem muss ich hart für meinen Erfolg arbeiten.

Ihre Stimme ist europaweit bekannt - sollen die Menschen auch Ihr Gesicht kennen?
Als Kind durfte ich diese Erfahrung während zehn Jahren schon sammeln - ich war ja sowas wie ein Kinderstar, da konnte ich eine ganze Menge mitnehmen. Darum ist es mir nicht mehr so wichtig, dass ich mit meinen 48 Jahren noch den grossen Durchbruch habe. Aber ich kann mir gut vorstellen, vor der Kamera zu stehen eine sinnliche Sendung über die weibliche Sexulalität zu machen. Das plane ich auch schon länger, leider stösst diese Idee bei den TV-Sendern auf geringes Interesse: Zurzeit liegen eher Koch- und Casting-Sendungen im Trend.

In der letzten Folge «Fashion & Fame» besuchten die die jungen Talente einen Designer im schweizerischen Amriswil. Was wissen Sie über unser Land?
Die Schweiz ist eine heile Welt, in der die Uhren sehr genau gehen und der Umgangston ganz anders ist als in Deutschland. Ich kenne die Altstadt von Basel und mag Zürich sehr gerne. Bern ist atemberaubend schön mit den Bergen.

Irina von Bentheim vertreibt über Ihren Verlag «HörbarWeiblich» eine Höhrbuchreihe mit sinnlichen und bewegenden Geschichten, die selbstbewusste Weiblichkeit ausstrahlen.

Im Dossier von SI online finden Sie alles zu den aktuellen TV-Sendungen.

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