Prinzessin Märtha Louise Sie plaudert mit Toten - für Geld

Hellsehen kann sie schon längere Zeit. Nun gibt Prinzessin Märtha Louise von Norwegen an, dass sie auch Kontakt zu Toten aufnehmen kann. Doch jetzt droht Ärger: Ihre neuste Begabung bietet sie zahlungswilligen Kunden in Seminaren an.
Mit ihrer Art stösst Prinzessin Märtha Louise von Norwegen auf Skepsis bei ihren Landsleuten.
© Reuters Mit ihrer Art stösst Prinzessin Märtha Louise von Norwegen auf Skepsis bei ihren Landsleuten.

Als Mitbegründerin eines spirituellen Schulungszentrums und als Autorin des Buches «Schutzengel begleiten dich» ist Märtha Louise, 39, die ältere Schwester von Kronprinz Haakon, 37, bereits einige Zeit im sprituellen Business tätig.  So bietet die norwegische Prinzessin Kurse in Handauflegen oder Selbstheilung an. Die Kursteilnehmer lernen ausserdem, mit Engeln zu kommunizieren und ihr «eigentliches Ich» zu entdecken – während drei Jahren für rund 15‘000 Franken.

Seit neustem kann man bei Märtha Louise lernen, mit Toten in Kontakt zu treten, wie sie gegenüber der norwegischen Zeitung «Stavanger Aftenblad» bekannt gab. Dass sie sich damit nicht nur Freunde schaffte, war zu erwarten. Seit längerem wird die Tochter von König Harald, 73, kritisiert, ihre royalen Familienverbindung für geschäftliche Zwecke zu nutzen.

Auch Vertreter der Kirche äusserten sich kritisch: Als «Hohepriesterin aus dem Königshaus» würde sie sich aufspielen, meint der Theologieprofessor Trygve Wyller. Dies, weil ihr Vater das formelle Oberhaupt der evangelisch-lutherischen Staatskirche in Norwegen ist – und Märtha somit die vierthöchste Vertreterin besagter Kirche. Der Kontakt mit den Toten widerspreche jedoch dem Christentum, sagt Bischöfin Laila Riksaasen Dahl.

Das «Enfant Terrible» des norwegischen Königshauses scheint's wenig zu kümmern. Die verheiratete Mutter von drei Kindern geht ihren eigenen Weg. Und die ganze Aufregung hat ihr zumindest etwas gebracht: die Werbung für die Seminare war gratis.

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