Sonya Kraus Sie schildert ihr «Massaker im Kreisssaal»

Im August brachte sie ihren zweiten Jungen zur Welt, jetzt ist sie zurück im Business. Moderatorin Sonya Kraus stellt an der Frankfurter Buchmesse ihren Ratgeber für werdende Mütter vor und erzählt schonungslos, wie es bei einer Geburt wirklich zu und her geht.
Sonya Kraus macht Werbung für ihr Buch «Baustelle Baby» und packt aus: Bei einer Entbindung schreie man «wie ein abgestochenes Tier und glaubt, man muss sterben».
© Dukas Sonya Kraus macht Werbung für ihr Buch «Baustelle Baby» und packt aus: Bei einer Entbindung schreie man «wie ein abgestochenes Tier und glaubt, man muss sterben».

Wer ihr Partner und Vater ihrer Kinder ist, verschweigt sie der Öffentlichkeit bis heute. Gehts ums Thema Geburt, spricht Sonya Kraus dagegen Klartext. «Selbstverständlich ist Kinderkriegen eine blutige, archaische, animalische Angelegenheit», sagt die 39-jährige deutsche TV-Moderatorin im Interview mit RTL am Rande der Frankfurter Buchmesse. «Das ist kein Zuckerschlecken - man schreit wie ein abgestochenes Tier und glaubt, man muss sterben.»

Sie muss es wissen: Erst Ende August brachte Kraus ihren zweiten Sohn zur Welt. Nun stellt sie ihr Buch «Baustelle Baby» in Frankfurt vor. Und macht mit derben Aussagen geschickt Werbung für ihr Werk über die unapetittlichen Seiten einer Schwangerschaft.

Ebenso das Sexleben kommt im Interview mit dem deutschen Privatsender zur Sprache. Ein Drittel der Männer in Partnerschaften gehe ja sowieso fremd, meint sie. «Aber einer Studie zufolge erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass das während einer Schwangerschaft passiert beziehungsweise kurz nach dem Baby-Touchdown um das Fünffache.» Ihre Anti-Fremdgeh-Strategie: Sie hat ihrem Partner nach der Entbindung Pornos besorgt.

Bereits am Dienstag sorgte Kraus mit offenherzigen Aussagen bei Moderator Markus Lanz für Furore. «Bis ich wieder voll funktionstüchtig war, vergingen fünf Monate. Mir für den Akt Mut anzutrinken, schied als Hochleistungskuh im Milch-Gewerbe leider aus. Ich hatte mit einem blutigen Gemetzel gerechnet, doch es ging erstaunlich unkompliziert über die Bühne.» Die fünfmonatige Wartezeit habe sie ihrem Mann mit einem «Do it yourself Paket» versüsst.

In Lanz' Sendung schien Kraus alle Tabus zu brechen. «Der Arzt erklärte mir meinen Dammriss. Mir wurde kotzübel, und ich sagte nur: ‹Wie die blutigen Graffiti an die Wand kamen, hätten wir damit wohl auch geklärt›», schilderte sie und sprach ebenso über ihr «Massaker im Kreisssaal» und ihre Inspektion des «Tatorts». «Was ich sah, war grotesk! Wo bitte war die Afrikanerin, der dieses Körperteil gehörte? Alles war schwarz! Meine Intimzone zierte ein Veilchen, als wäre das Ding da unten Opfer einer heftigen Schlägerei geworden.»

Sonya Kraus' Buch hätte übrigens schon im August erscheinen sollen - ihre überraschende Schwangerschaft machte ihr aber einen Strich durch die Rechnung. Noch vor knapp einem Jahr meinte sie im Gespräch mit SI online auf die Frage, wann das nächste Baby komme, überzeugt: «Das Buch ist schneller.»

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