Anderson & Rush Sie sorgen für Fan-Ansturm in Zürich

Die eine ist die «Baywatch»-Ikone der 90er, die andere die Star-Sängerin der 80er. Beide besuchten sie am Donnerstag die Zürcher «Mausefalle». SI online hat sich mit Pamela Anderson und Jennifer Rush unterhalten.

Um 23.35 Uhr ist es so weit: In einem weissen Rolls Royce mit deutschem Nummernschild fährt Pamela Anderson, 44, vor dem Zürcher Club Mausefalle vor. Für eine Autogrammstunde und ein paar kurze Interviews auf dem pinken Teppich ist der «Baywatch»-Star nach Zürich gekommen. Die Situation ist hektisch, die Veranstalter überfordert mit dem Ansturm. Alle Fotografen dürfen nur vor der Sponsoren-Wand fotografieren, und das auch nur mit einem weichzeichnenden Objektiv. Dabei sieht das Sex-Symbol in Natura besser aus als im Fernsehen. Und sie ist denn auch die Einzige, die in der ganzen Hektik gelassen bleibt und - ganz Profi - immer höflich und gut gelaunt in die Kameras lächelt. Hollywood eben.

SI online: Pamela Anderson, wie ist es für Sie, das erste Mal in Zürich zu sein?
Pamela Anderson: Ich liebe es. Ich übernachte im wunderschönen Dolder Hotel, und bis anhin ist alles toll.

Haben Sie bereits typisches Schweizer Essen probiert?
Ob es typisch ist, weiss ich nicht. Aber alle sind sehr liebevoll und haben mir veganisches Essen zubereitet. Alle kümmern sich um mich, fantastisch!

Sind Sie zu Hause eigentlich auch immer so sexy?
Ich weiss nicht. Eigentlich brezle ich mich nur auf, wenn ich ausgehe.

Sie sprechen sehr ruhig. Sind Sie ein ausgeglichener Mensch?
Ich bin es mehr als je zuvor in meinem Leben. Aber der richtige Mann an meiner Seite würde noch mehr dazu beitragen.

Haben Sie hier in der Schweiz denn jemanden gesehen? Sie sagten, vielleicht treffen Sie in der Schweiz auf ihn.
Wir werden sehen...

Wissen Sie, dass alle Männer hier für Sie darauf verzichten, die Fussball-EM zu schauen?
Das ist richtig so! (lacht) Deutschland hat doch vorgestern gewonnen, richtig?

Dass Sie das wissen...
Ja, alle hielten ihre Handys in der Hand, und ich dachte: «Das ist ja komisch.» Bis jemand sagte, dass gerade ein wichtiges Fussballspiel stattfindet. Aber das ist okay.

Verstehen Sie die Begeisterung der Männer für Fussball?
Natürlich. Sie sollten sie auch haben! Ich habe zwei Söhne und kenne diese Faszination für Sport bestens.

Sie engagieren sich stark für den Tierschutz. Wieso ist Ihnen das so wichtig?
Es ist etwas, das ich schon mein ganzes Leben tue. Als ich viel Aufmerksamkeit erhielt, begann ich, diese dafür zu nutzen, um Tiere zu retten.

Wie viele Tiere besitzen Sie eigentlich?
Ich habe im Moment nur zwei. Aber manchmal habe ich mehr, denn alle sind bei mir willkommen.

Nur knapp eine Stunde vor dem Sex-Symbol der 90er läuft auch Jennifer Rush, 51, über den pinken Teppich vor dem Club. Um 21.45 Uhr gibt die Sängerin mit deutschen Wurzeln ein vierzigminütiges Konzert und gibt ihre Songs wie «The Power of Love» und «Destiny», mit denen sie grosse Hits landete, zum Besten. Füllte Sie früher noch das Hallenstadion, hören ihr jetzt ein paar treue Menschen zu, die in den 80er-Jahren für sie schwärmten.

SI online: Jennifer Rush, wie war es für Sie, in diesem intimen Rahmen zu performen?
Jennifer Rush: Ich fand es toll. Hatten wir nicht eine gute Zeit? Das Schweizer Publikum hat mitgemacht.

Sie sprechen sehr gut Deutsch. Praktizieren Sie die Sprache bewusst, damit Sie sie nicht verlernen?
Nein, aber ich bin teilweise in Deutschland aufgewachsen und besuchte die Rudolf-Steiner-Schule.

Reden Sie auch mit Ihrer Tochter Deutsch?
Sie hat mich überrascht. Als sie an die Universität ging, liess sie sich für Deutsch-Kurse eintragen. Und Deutsch wurde zu unserer Geheimsprache.

Ihre Tochter besuchte einst eine Schweizer Schule.
Ja, sie war ein Jahr in Leysin im Internat. Sie wollte gehen, aber ich fand es ist eine doofe Idee.

Wieso?
Einfach. Sie war erst 14 Jahre alt. Und sie hielt es ja auch nur ein Jahr durch.

Ihr bürgerlicher Name ist Heidi Stern.
Meine Mutter war vor Jahren in Deutschland und mochte den Namen.

Jetzt sind Sie gerade in der Heimat von Heidi. Mögen Sie den Namen?
Ich habe gelernt, ihn zu lieben. Eigentlich wollte ich als Kind immer Samantha heissen. Aber das war ein kindlicher Wunsch.

Aber jetzt sind Sie Jennifer Rush.
Ich wollte meinen Namen nicht selbst ändern, aber das Management fand, dass Heidi Stern nicht angemessen sei.

Wirklich? Stern heisst Star.
Ich weiss...

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