«Sports Illustrated Swimsuit» In der Kritik: Barbie ist Jubiläums-Covergirl

Zum 50-Jahre-Jubiläum des begehrtesten Bademode-Magazins der Welt haben sich die Macher von «Sports Illustrated Swimsuit» etwas Besonderes einfallen lassen. Nicht Supermodel wie Irina Shayk ziert das Cover, sondern eine Puppe: Barbie! Fotograf Walter Iooss war hell begeistert nach dem Shooting mit dem Mattel-Spielzeug. Lustig finden das aber längst nicht alle.
Sports Illustrated Swimsuit Barbie Covergirl Jubiläum
© via Facebook

Mattel und «Sport Illustrated» spannen zusammen: Barbie ziert die limitierte Jubiläums-Ausgabe der «Swimsuit»-Edition - in einer modernisierten Version ihres Original-Badeanzugs.

Zum 50. Geburtstag von «Sports Illustrated Swimsuit» haben sich die Verantwortlichen einen Scherz erlaubt: Für eine Spezial-Ausgabe des jährlich erscheinenden Magazins haben sie Barbie in einen schwarz-weissen Einteiler gesteckt und in Szene gesetzt. «Die Puppe, mit der alles begann», steht auf dem Titelbild. Zum Shooting, für das Star-Fotograf Walter Iooss verantwortlich ist, gibts sogar ein Making-of-Video - darin schwärmen er und der Creative Director vom Talent des inzwischen 55 Jahre alten Spielzeugs. «Sie ist heiss. Sie folgt fast still meinen Anweisungen», sagt er der langjährige «Sports Illustrated»-Fotograf. Allerdings würden sie ihr nicht glauben, dass sie sich keiner plastischen Operation unterzogen habe.

Covergirls wie Heidi Klum, 40, oder Bar Refaeli, 28, schafften dank des Magazins den internationalen Durchbruch. Fast wie bei «Victoria's Secret» gleicht ein Engagement bei «Sports Illustrated» einem Ritterschlag im Modelbusiness. Doch die erotische Inszenierung der Models stösst immer wieder auf Kritik. Und natürlich bleibt auch das Cover mit Barbie von Frauenrechtlern nicht unkommentiert. Sie werfen den Machern des Magazins wiederholt Sexismus vor.

In Zeiten von Social Media machen viele ihrem Ärger direkt auf der «Sports Illustrated Swimsuit»-Facebook-Seite Luft. «Stimmt. Mit dieser Puppe hat alles begonnen - Anorexie, Bulimie, Fat Shaming [Diskriminierung übergewichtiger Menschen, Anm.d.Red.], minderwertiges Selbstbewusstsein für Millionen junger Mädchen», schreibt ein User. Abgesehen davon, dass sich viele einig sind, dass sowohl Barbie als auch die Bikini-Models für ein verzerrte Selbstwahrnehmung sorgen, steht bei den Kritikern auch die Absurdität im Fokus: «Fotoshootings für Puppen? Die Welt geht unter», schreibt jemand. Oder: «Welche merkwürdige Person mit einem Puppen-Fetisch hat enstschieden, Barbie aufs Cover zu tun? Da wird bald einer gefeuert.»

Die Diskussion ist auch auf Twitter in vollem Gange: unter dem Hashtag «#Unapologetic» - was so viel heisst wie, sich nicht entschuldigen zu wollen. Es ist das offizielle Motto der Zusammenarbeit von Mattel und «Sports Illustrated Swimsuit»: Die Unternehmen wollen sich nicht entschuldigen für das Frauenbild, das beide erschaffen haben. Ein Tweet darauf: «Barbie will, dass du dich schlecht fühlst.»

Immerhin gibts auch ein paar positive Stimmen: «Ich hatte nie einen Grund, das Magazin zu kaufen. Aber ich bin gespannt auf diese Ausgabe», kommentiert beispielsweise ein Facebook-User.

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