Tom Cruise & Co. Sie sind Opfer von üblen Telefon-Streichen

Falsche Notrufe aus den Villen der Hollywood-Stars machen der Polizei das Leben schwer. Sonderkommandos der sogenannten SWAP-Teams stürmen dann die Anwesen der Prominenten - meistens völlig umsonst.
Tom Cruise Opfer von Swatting
© Dukas

Tom Cruise ist bereits ein Opfer von «Swatting» geworden. Er sass angeblich seelenruhig im Garten, als die Polizei sein Haus stürmte.

Bei Tom Cruise, 51, seien Schüsse abgefeuert worden, bei Selena Gomez, 21, habe sich ein Familiendrama ereignet und bei Justin Timberlake, 32, seien vier Männer eingebrochen - immer öfter wird die Polizei wegen vermeintlichen Verbrechen in die Häuser der Stars beordert. Dabei stellt sich dann in den meisten Fällen heraus, dass sich Scherzanrufer einen Streich erlaubt haben: Sie hacken sich in die Sicherheitssysteme der Stars und senden so einen Notruf aus deren Villen.

«Swatting» heisst der gefährliche Trend aus Hollywood. Die Polizei schickt wegen der drohenden Gefahr ihr Sonderkommando. Das SWAT-Team (Special Weapons and Tactics) stürmt die Anwesen, versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken - bis der Notruf als Scherz enttarnt wird. Kim Kardashian twitterte nach dem Sturm auf ihr Haus: «Diese Scherzanrufe sind NICHT lustig.»

SWAT TEAM wegen Anruf bei Tom Cruise ausgerueckt
© Dukas

Die Polizei schickt ihr SWAT-Team zur Villa von Tom Cruise, als der vermeintlich einen Notruf tätigte.

Vierhundert Anrufe seien allein im vergangenen Jahr eingegangen, berichtet der kalifornische Polizei-Sprecher Lincoln Hoshino gemäss «Seitenblicke». «Wenn Polizisten mit gezückten Waffen anrücken, Türen eintreten und die ahnungslosen Bewohner überraschen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis jemand erschossen wird», sagt er. Nicht nur könnte es bei den Einsätzen gefährlich werden, sie kosten mit knapp 10'000 Franken auch eine Menge Geld. «Hinzu kommt, dass wir für diese Einsätze Polizisten von anderen Fällen abziehen müssen, bei denen sie dringender gebraucht würden.»

Die Anrufe lassen sich nur schwer zurückverfolgen, da mittlerweile ziemlich geschickte Hacker am Werk seien. Nur ein einziger Täter konnte bis jetzt identifiziert werden - ein Zwölfjähriger, der für die Scherztelefonate bei Justin Bieber und Ashton Kutcher verantwortlich war. Sein Motiv: Langeweile.

Auch interessant