Kommentar einer genervten Redaktorin Muss das noch sein oder kann die Sylvie Meis weg?!

Früher war sie ja herzig, ihr Akzent charmant, ihr unbeholfenes Moderiern am TV okay. Das ist jetzt Jahre her. Heute ist Sylvie Meis als Moderatorin in etwa nur noch so echt und spannend wie ein angemaltes Barbie-Püppchen, mit dem keiner spielen will.

Wenn ich den Namen Sylvie Meis höre, fallen mir verschiedene Dinge ein: ein Liebes-Drama mit ihrem Ex-Mann Rafael van der Vaart und ihrer ehemaligen besten Freundin Sabia Boulahrouz, eine Brustkrebserkrankung im Jahr 2009, die mich tief berührt hat und ein TV-Comeback 2010 als Teilnehmerin der RTL-Tanzshow «Let's Dance». Damals zeigte sich Sylvie mutig mit kurzen Haaren und viel Lebensmut. Dafür all meinen Respekt für die 38-Jährige, keine Frage.

Aber, Gopf, jetzt hab ich genug. Genug von Sylvies Talentfreiheit in Sachen TV-Moderation. Die Gute moderiert seit 2011 an der Seite von Daniel Hartwich «Let's Dance». Als grosser Fan der Sendung schalte ich Jahr für Jahr, und aktuell Freitag für Freitag um 20.15 Uhr RTL ein, um sogleich auf der Achterbahn der Gefühle Platz zu nehmen. So sehr mich die Tänze verzaubern, so sehr treibt mich die Meis in den Wahnsinn.

Ein bisschen tänzeln, ein bisschen busserln und ein bisschen viel Nonsense

Nennen wir das Kind beim Namen: Sylvie. Kann. Nicht. Moderieren. Mir ist bewusst, dass es wahrscheinlich nicht einfach ist, durch eine Show wie «Let's Dance» zu führen. Was soll man die Tanzpaare auch Woche für Woche fragen? Dennoch: Ein Profi lässt sich etwas einfallen. Er bringt seine eigene Note rein. Fällt auf. Bringt den Zuschauer zum Schmunzeln. Oder die Protagonisten zum Reden. 

 

We LOVE the 80s!!! #lastnight #fun #80s #letsdance @rtlde

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Nicht Sylvie. Sie ist okay damit, einfach gut auszusehen. Und damit, ein bisschen dazustehen und unbeholfen zu tänzeln. Und ein bisschen zu lächeln. Und ein bisschen zu busserln. Halt wie eine überbemalte Barbie-Puppe, mit der niemand mehr spielen will. Die man aber behält, weil sie halt schon lange in der Spielzeugkiste liegt. Das bisschen verstaubt sein ist ja nicht so schlimm. Ist es eben doch.

Auch live eine Kunstfigur

Im Oktober 2014 hatte ich die «Ehre», Sylvie Meis in Zürich von Angesicht zu Angesicht zu interviewen. Ich erinnere mich an viel Make-up, eine perfekt geföhnte Frisur und an ihr sehr geübtes Lächeln auf Knopfdruck. Und an Allüren, als wäre sie die auferstandene Marilyn Monroe. Im Vorfeld des Gespräches erhielt ich eine riesige Liste mit Themen, die ich nicht ansprechen darf. Sorry, Superstar!

 

Reflecting on an amazing year.. #blessed #ready for #2017 #mydubai #dubai

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Egal wie man es dreht, meiner Meinung nach sind die fetten Jahre (wobei, Hand aufs Herz: waren das wirklich jemals fette Jahre?) schon längst vorbei. Auch ist das deutsche TV schon längst bereit für ein Nachwuchstalent - mit Betonung auf «Talent» - in Sachen Moderation. Soll sich Sylvie doch zur Ruhe setzen. Und sich um Söhnchen Damian, ihren Instagram-Account und Facebook kümmern. Das alles kann sie. Muss man ihr lassen. Und genug Stutz hat sie ja auch. Rafa sei Dank. Und RTL sei Dank. Uff!

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