Die Einschätzung des Royal-Experten Nur so kann sich Meghans Vater noch retten

Thomas Markle gibt einfach keine Ruhe. Der Vater von Herzogin Meghan fordert die britischen Royals öffentlich dazu auf, endlich mit ihm zu reden. Die Chance dafür schrumpft mit jedem Auftritt, sagt Royal-Experte Andreas Englert.
Meghan Markle Irland Juli 2018
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Seit ihrer Hochzeit hat Meghan sich nicht mehr über ihren Vater geäussert.

Das klingt richtig verzweifelt: «Ich gebe keine Ruhe, bis die britischen Royals mit mir reden», sagt Thomas Markle am Dienstag gegenüber «TMZ». Einen Tag später, am 18. Juli, feiert der Vater von Herzogin Meghan, 36, seinen 74. Geburtstag und hat dabei nur einen Wunsch: Dass Meghan ihn anruft.

«Eine vertrackte Situation», sagt Royal-Experte Andreas Englert und ergänzt: «Thomas Markle disqualifiziert sich mit seinen öffentlichen Auftritten zunehmend und schneidet sich dabei ins eigene Fleisch. Bei den Royals steht er damit auf der roten Liste.» 

Galerie: Meghans Weg vom Aschenputtel zur Prinzessin: 

Indiskretionen ohne Ende

Es ist nicht die erste Indiskretion, die der in Mexiko lebende Rentner begeht. Bereits im Vorfeld von Meghans Hochzeit mit Prinz Harry, 33, sorgte er mit gefälschten Paparazzi-Fotos für Furore. Die Negativ-Schlagzeilen nehmen seither nicht ab: Ein operativer Eingriff am Herz hindert Thomas Markle daran, an der Hochzeit seiner Tochter teilzunehmen. Sie bedaure sehr, dass ihr Vater nicht dabei sein könne, war der bisher einzige öffentliche Kommentar von Meghans Seite.

Galerie: Die schönsten Bilder von Meghan und Harrys Hochzeit: 

Darauf gibt Thomas Markle knapp einen Monat Ruhe, bevor er mit weiteren Indiskretionen - diesmal in der TV-Sendung «Good Morning Britain» - über ein angebliches Telefongespräch mit seinem Schwiegersohn Harry erneut ins Fettnäpfchen tritt. Später lässt der Senior seinem Frust, dass Donald Trump von der Queen eingeladen wurde, er jedoch nicht, freien Lauf und schimpft öffentlich lauthals über das hartnäckige Schweigen des britischen Königshauses.

Thomas Markle Vater von Herzogin Meghan exklusives TV-Interview bei ITV Good Morning Britain
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Thomas Markle macht sich bei den Royals mit jedem öffentlichen Auftritt unbeliebter. In der Sendung «Good Morning Britain» plauderte Meghans Vater u.a. unverblümt über seinen Schwiegersohn Harry.

Meghans Halbschwester als Drahtzieherin

«Die Paparazzi-Fotos waren ein grosser Fehler», ist Englert überzeugt. Für den Experten ist die treibende Kraft dahinter Meghans Halbschwester Samantha Grant, 53. «Sie spritzt Gift gegen Geld und hat zu allem eine Meinung.» Thomas Markle habe fast ein Jahr lang geschwiegen, bevor er unter dem Einfluss von Samantha von der nun offensichtlichen Profitgier heimgesucht wurde. Rund 100'000 Dollar soll der Fotograf für die Paparazzi-Fotos bezahlt haben. Auch die TV-Interviews sollen grosszügig honoriert worden sein. «Da wurde er vermutlich schwach», so Englert.

Samantha Grant Schwester von Meghan Markle
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«Sie spritzt Gift gegen Geld», sagt Royal-Experte Englert über Meghans Halbschwester Samantha Grant.

Ein amerikanischer Traum platzt

Um die Lage von Meghans Vater richtig einzuschätzen, müsse man sich vor Augen führen, dass da ein amerikanischer Traum geplatzt sei, erklärt Englert: «Thomas Markle hatte seinen Zenit in der Filmbranche als Kameramann der Erfolgs-Serie ‹Eine schrecklich nette Familie ›. Dafür wurde er sogar für einen Emmy nominiert.»

Danach ging es mit der Karriere bachab bis hin zur Insolvenz und der Flucht nach Mexiko. Das Leben in diesem rauen Land, Alter und Krankheit seien weitere erschwerende Faktoren. Seit der Bekanntgabe von Harrys Liaison mit seiner Tochter wurde Markle von Medienvertretern regelrecht heimgesucht: «Die standen wohl ständig vor seinem Küchenfenster und wedelten schon mit den Scheckbüchern.»

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Das hätte Thomas Markle tun müssen

Die Chancen einer diskreten, finanziellen Lösung mit dem britischen Königshaus seien zu Beginn durchaus intakt gewesen. «Doch dafür hätte Thomas Markle beweisen müssen, dass er tatsächlich schweigen kann», erklärt Englert. Auch nach der unglücklichen Affäre mit den gefälschten Paparazzi-Fotos hätte es für den Lichtinstallateur durchaus noch Möglichkeiten für einen familiären Hausfrieden gegeben.

Anstatt das Gespräch mit «TMZ» oder «The Sun» zu suchen, wäre ein«Times»-Reporter oder ein Team der BBC die bessere Wahl gewesen. «Er hätte in einem offenen Gespräch sanft auf die soziale Tränendrüse drücken und in schlichten Worten hervorheben können, dass seine finanzielle Situation, was ja auch längst bekannt war, höchst angespannt sei und die Teilnahme an der Hochzeit seine finanziellen Mittel übersteige.» 

Auch fehlt bis anhin jegliche Reue oder Einsicht über sein Verhalten: «Nach so vielen Fauxpas ist ein öffentlicher Kniefall zwingend notwendig.» Thomas Markle müsste versichern, dass er sich künftig nicht mehr zu Meghan und der Königsfamilie äussern wird, ist der Experte überzeugt.

Versöhnung ist ungewiss

Ob Meghan sich mit ihrem Vater eines Tages versöhnen wird? «Meghan will ihre Rolle gut spielen. Sie will nicht unversöhnlich erscheinen.  ‹I love you Daddy› heisst aber noch gar nichts. Das Wort Liebe› gebrauchen Amerikaner, insbesondere die aus der Filmbranche, manchmal etwas zu inflationär», sagt Englert. Man dürfe nicht vergessen, dass Thomas Markle einst Frau und Kind verlassen hatte. «Eine Verletzung, die wohl bis heute bei Meghan nachhallt.» 

Kleiner Trost für Meghan: Sie ist nicht die einzige, die mit dem Eintritt in höchste royale Kreise mit einem Skandal-Vater zu kämpfen hat. Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen erging es genau gleich. 

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