Was macht eigentlich... ...TV-Mann Carsten Spengemann?

«Dschungelcamp», «Die Alm», «DSDS», «Promiboxen»... Carsten Spengemann hat nach seinem Ausstieg bei den Daily-Soaps «Unter uns» und «Verbotene Liebe» alles versucht, um neuen Ruhm zu erlangen. Doch anstatt wieder eine prominente Persönlichkeit zu werden, blamierte er sich fortlaufend. Diese Woche gab er sein Comeback als Moderator bekannt. Zum Glück zurückfinden will er beim Radio.
Eigentlich wollte Carsten Spengemann wie sein Vater Pilot werden. Er hat sich dann doch fürs Showbusiness entschieden.
© DUKAS Eigentlich wollte Carsten Spengemann wie sein Vater Pilot werden. Er hat sich dann doch fürs Showbusiness entschieden.

Zwar kehrt er nicht zum Fernsehen zurück, dafür aber übernimmt er wieder Moderationsaufgaben. Carsten Spengemann, 39, geht zu «Alster Radio 106!8 rock 'n pop» in Hamburg und wird dort durch die tägliche Morgen-Show führen. «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe», sagt er gegenüber Mopo.de. «Die Sendung wird eine Art Late-Night-Show, nur eben am Morgen. Unterhaltsam, aber ohne allzu übertriebene Comedy.» Im Spätsommer solls losgehen.

Der neue Job ist seit langem wieder ein Erfolg für Spengemann. Einst war er ein beliebter Schauspieler, dann ein bekannter TV-Moderator, und danach kam der tiefe Fall.

1999 - 2003: DER HERZENSBRECHER
In der Rolle des Bodyguards Mark Roloff in der Daily-Soap «Verbotene Liebe» brachte er so manch eine Zuschauerin um den Verstand und galt als der Schönling am Set. Das sollte aber nicht sein einziger Auftritt in einer Seifenoper bleiben. 2003 zieht Spengemann weiter zu «Unter uns», wo er den Frauenheld und Schornsteinfeger Falk Breuer verkörperte. Im selben Jahr spielte er bei der Serie «Die Wache» und der Familienserie «Bei aller Liebe» mit.

2002 - 2004: AN DER SEITE VON MICHELLE
Bei den ersten beiden Staffeln von «Deutschland sucht den Superstar» war Spengemann quasi das Aushängeschild. Zusammen mit Michelle Hunziker moderierte er die wöchentliche Casting-Show. Danach wurde er durch Moderator Marco Schreyl ersetzt und verlor zunehmend an Bedeutung in der Deutschen TV-Landschaft. Wie er Bild.de einige Jahre später erzählte, kaufte er sich von seinem «DSDS»-Gehalt eine 3100 Franken teure Uhr und verdiente ziemlich viel Geld mit diesem Moderationsjob.

2003: ERSTES FILMENGAGEMENT
An der Seite von Jeanette Biedermann, Ralf Möller und Katy Karrenbauer ergatterte sich Spengemann seine erste Rolle in einem Spielfilm. «Hai-Alarm auf Mallorca» handelt von einem Hai, der im Sinne der Wissenschaft geklont wird. Nach und nach entwickelt dieser sich aber zu einer grossen Gefahr für die Küstengewässer Mallorcas. Der Film erntete ausschliesslich miese Kritik. «TV-Spielfilm» schrieb: «TV-Akteure der zweiten Reihe stolpern durch ein stupides Horrorszenario.»

2003 - 2004: VON EINER TV-SHOW ZUR NÄCHSTEN UND DER RING-SKANDAL
Beim «Promiboxen» auf Prosieben stieg Spengemann mit dem «Popstars»-Juror und Choreograf Detlef D! Soost in den Ring und musste kräftig einstecken. Ein Jahr darauf zog es ihn in den Dschungel. Bei «Ich bin ein Star - holt mich hier raus» schaffte er es immerhin auf den fünften Platz. Gewinnerin der damaligen Staffel war übrigens Désirée Nick, die sich mit Spengemann überhaupt nicht verstand.

Vor seiner Teilnahme beim «Dschungelcamp» wurde Spengemann beschuldigt, seiner damaligen Freundin einen 2'000 Franken teuren Cartier-Ring gestohlen zu haben. Wegen Unterschlagung musste der TV-Mann eine Geldstrafe in Höhe von 48'000 Franken bezahlen. Trotz dem Schuldspruch beteuerte Spengemann seine Unschuld.

In der Ranking-Show «Die 100 nervigsten Deutschen» von ProSieben wurde er auf den siebten Platz gewählt.

2008 - 2011: NACH EINER PAUSE GEHT DAS SHOW-HOPPING WEITER
Bei der Show «Stars auf Eis» war er nicht einmal erste Wahl. Weil sich Kandidat Bürger Lars Dietrich bei der fünften Sendung das Bein brach, wurde Spengemann als Ersatz angefragt - und nahm an.

Um wieder in die Schlagzeilen zu kommen, machte er bei der RTL-2-Sendung «Tattoo Attack - Deutsche Promis stechen zu» mit. Carsten liess sich einen Karpfen stechen - auf den Rücken. «Der nach oben springende Fisch wird dem Mythos zufolge zum Drachen und bedeutet Neuanfang», sagte der damals arbeitslose Moderator.

Letztes Jahr machte sich Spengemann bei «Die Alm - Promischweiss und Edelweiss» unbeliebt. Während der ganzen Staffel machte er einen überheblichen, arroganten und schlechtgelaunten Eindruck. Bei seiner Ankunft auf der Berghütte fragten sich seine Mitkandidaten: «Wer ist eigentlich der? Wir tun einfach mal so, als würden wir den kennen.» Später kam ausgerechnet seine Ex-Frau Anna Heesch, von der er sich 2002 nach nur 86 Tagen Ehe scheiden liess, hinzu. Vor Gericht stritten sich die beiden damals um den gemeinsamen Mischlingshund. Spengemann gewann das «Sorgerecht».

Im Herbst sorgte er für Schlagzeilen, als er sich für Thomas Gottschalks Moderationsstelle bei «Wetten, dass..?» bewarb. Wieso er sich für qualifiziert hielt? «Ich kann moderieren, bin charmant und esse gerne Gummibärchen.»

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