Rudi Assauer Über Alzheimer: «Schlimmer geht's nimmer!»

Die Demenz-Krankheit macht dem einstigen Bundesliga-Manager zu schaffen. Nun äussert sich Rudi Assauer erstmals dazu - und auch seine Stieftochter Sophia Thomalla zeigt sich bestürzt.

«Ich habe so eine Wut im Bauch, dass ich nicht mehr mithalten kann.» Erstmals seitdem das Alzheimer-Drama um Rudi Assauer, 67, öffentlich geworden ist, äussert er sich dazu - im Fernsehen. Für die Sendung «37°C» begleitete ihn das ZDF während eines Jahres, jetzt veröffentlichte der Sender gemäss Bild.de erste Ausschnitte.

«Ich war immer geradeaus, für jeden hilfsbereit, hab jahrelang auf hohem Niveau Fussball gespielt - und auf einmal ist alles vorbei», sagt er. «Kein Mensch kann dir helfen. Diese Krankheit kriegst du nicht in den Griff.» In einer Szene ist Aussauer zu sehen, wie er Bilder von Fussball-Weggefährten beobachtet. An den Namen der Person kann er sich aber nicht mehr erinnern. «Mein Kopf ist nicht mehr so fit...», erklärt er.

Assauer ist verzweifelt. Fürchtete er sich doch seit langem vor Alzheimer. Seine Mutter litt bereits an der Demenz-Krankheit, ebenso sein Bruder. In seinem Buch «Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben» schreibt Rudi gemäss Bild.de: «Wenn es eine Sache in der Welt gibt, vor der ich immer Angst hatte, so richtig Schiss auf gut Deutsch, dann Alzheimer.» Es gebe künstliche Knie, neue Hüftgelenke, Herzschrittmacher, «aber der Kopf, die Birne - schlimmer geht's nimmer!», ist weiter im Buch zu lesen.

Assauers Alzheimer ist noch im Anfangsstadium, weiss Bild.de. Dennoch fährt er angeblich nicht mehr Auto, wird von seiner Tochter Bettina, 46, und seiner Sekretärin Sabine Söldner betreut. Das macht auch Sophia Thomalla, 22, betroffen. Ihre Mutter Simone, 46, war fast ein Jahrzehnt die Partnerin von Assauer. Während diese schweigt, erklärt Sophia bei Bild.de: «Er wurde mein Zieh-Papa, er war es neun Jahre lang und er bleibt es auch in meinem Herzen.» Es sei grausam, wenn man merke, dass eine wichtige Person mit so etwas belastet werde: «Alzheimer ist eine Scheisskrankheit!» Sophias grösster Wunsch sei es, dass Rudi so bleibe, wie er ist. «Rudi! Mach das, was du am besten kannst - kämpfen!»

Rudi Assauers Autobiografie «Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben» erscheint am 2. Februar im Riva-Verlag.

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