Valérie Trierweiler «Die Politik ist schuld an unserer Trennung»

Der Schock nach der Affäre und Trennung von François Hollande hat Valérie Trierweiler zu Anfang ganz schön zugesetzt. Dennoch hat sich die ehemalige «Première Dame» wieder gefangen. In einem ersten Interview spricht sie nun über das jähe Liebes-Aus und die Politik, von der sie erst einmal die Nase gestrichen voll hat. 
Valérie Trierweiler in Indien
© Getty Images

«Es geht mir gut», sagt Valérie Trierweiler nachdem Prädident François Hollande sie für eine andere Frau abserviert hat. «Ich weiss allerdings nicht, wie ich mich in einem Monat fühlen werde.»

Eigentlich ist die Enttäuschung grösser als die Wut. Denn nachdem François Hollande am Wochenende die Trennung von Valérie Trierweiler, 48, bekannt gibt, fällt diese erstaunlich nüchtern aus. «18 Wörter, fast eines für jeden Monat, den wir seit seiner Wahl [zum Präsidenten, Anmerk. d. Red.] zusammen waren», sagt die einstige Lebensgefährtin des 59-jährigen Politikers im Gespräch mit dem Magazin «Le Parisien»

Am Rande ihres dreitägigen Aufenthaltes für die Hilfsorganisation «Aktion gegen den Hunger» äussert sich Trierweiler in Mumbai erstmals über das Ende ihrer Beziehung zum französischen Präsidenten. Da sie als Paar die Macht nicht auf dieselbe Art erlebt hätten, habe das zwischen ihnen etwas kaputt gemacht. «Die Politik ist schuld an unserer Trennung», so die bitteren Worte der betrogenen Frau. «Wenn Hollande nicht Präsident geworden wäre, wären wir immer noch zusammen.» Den Verrat an ihrer Liebe hätte sie wie eine «fristlose Kündigung» empfunden. «Ich habe gedacht, ich stürze von einem Wolkenkratzer in die Tiefe», schildert die Journalistin ihren Berufskollegen vom Magazin «Paris Match» den Moment, in dem ihr Hollande die Affäre mit der französischen Schauspielerin Julie Gayet gebeichtet hat. Und dennoch: Sie stünde nicht im Krieg mit ihrem Ex. «Wir telefonieren jeden Tag.» 

Dass sie nun als «Ex-Première Dame» bezeichnet würde, störe sie nicht. «Es ist wichtig, dass es eine Première Dame im Elysée-Palast gibt», ist die 48-Jährige überzeugt. Das scheint man dort jedoch etwas anders zu sehen. Bereits am Sonntag wurde jeglicher Hinweis darauf, dass Hollande bis vor Kurzem noch eine Frau an seiner Seite hatte, getilgt. Rund 600 Fotos von Trierweiler wurden gelöscht, berichtet «Le Lab politique», das zum Sender Europe 1 gehört. «Als hätte Trierweiler niemals existiert», so die Kritiker.

In die Zukunft blickt Valérie Trierweiler einigermassen zuversichtlich. Die Mutter von drei Kindern kann sich vorstellen, ein Buch zu schreiben. Ausserdem will sie sich weiterhin dem Journalismus und ihrer Kolumne im «Paris Match» widmen. Auch, wenn sie dabei die Politik sicherlich erst einmal ausblenden wird. Die hält sie nämlich für einen «Hort von Heuchelei und Verrat». Dauernd müsse man Schläge einstecken, ohne dass es einen Grund dafür gebe.

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