Dolce & Gabbana Verurteilt wegen Steuerbetrug

Seit nunmehr fünf Jahren laufen die Ermittlungen gegen Domenico Dolce und Stefano Gabbana. Jetzt wurde das Designer-Duo tatsächlich wegen Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Das Designer-Duo Stefano Gabbana und Domenico Dolce (r.), die Superstars wie Madonna und Monica Bellucci einkleiden, müssen sich am 3. Dezember wegen angeblicher Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten.
© Dukas Das Designer-Duo Stefano Gabbana und Domenico Dolce (r.), die zu den reichsten Männern Italiens gehören, sind zu einer Haftstrafe von 20 Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Das Machtwort wurde gesprochen: Domenico Dolce, 54, und Stefano Gabbano, 50, müssen sich für ihren Steuerbetrug verantworten. Ein Richter in Mailand verhängte am Mittwoch gegen die beiden Mode-Designer eine Haftstrafe in Höhe von einem Jahr und acht Monaten, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt ist. Ausserdem müssen die beiden Italiener eine Geldstrafe von zunächst ungerechnet 616'000 Franken zahlen. Dieser könnte aber noch auf bis zu zehn Millionen steigen, wie die deutsche «Tagesschau» berichtet.

Die beiden Designer sollen rund eine Milliarde Franken am Fiskus vorbei geschmuggelt haben. Um diese Summe einzusparen, hat das Modeimperium die Scheinfirma Gado in Luxemburg gegründet. Das italienische Gericht entschied jedoch, dass davon nur 250 Millionen Franken relevant seien. Laura Pedio, die Staatsanwältin von Dolce und Gabbana, sagte, den Modemachern sei «bewusst gewesen, dass sie Steuervorteile durch diese Transaktionen erlangen». Bei Gado handele es sich jedoch nur um eine Strohfirma, die keine Entscheidungen über die Geschäfte des in Modehauses treffe. Dennoch: Die Anwälte der beiden Verurteilten wollen Berufung einlegen. 

Ob Domenico Dolce und Stefano Gabbana demnächst doch noch in den Genuss von Pasta mit Auberginen und sizilianische Cannoli kommen werden, wird sich also noch herausstellen. Das wäre nämlich ihre Vorstellung einer perfekten Henkersmahlzeit, wie sie einst im Interview mit dem «Focus» erzählten.

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