Heidi Klum «Vielleicht lebt Lagerfeld auf anderem Planeten»

Deutschland sucht Superstars und ab Donnerstagabend auch wieder Topmodel. Chef-Jurorin Heidi Klum erzählt, worauf sich die 50 Kandidatinnen gefasst machen müssen. Auch Privates ist der Deutschen zu entlocken. So verrät sie, dass ihre Eltern bei der Geburt jedes ihrer Kinder im Kreisssaal dabei waren und Seal auf Botox nicht gut zu sprechen ist.

Magerwahn bei ihren Models, Schönheitsoperationen und Erziehung ihrer Kinder: Heidi Klum, 37, lässt in einem grossen Interview mit der deutschen Zeitung «Bild» kein Thema aus und nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Karl Lagerfeld geht, der ihrer Meinung nach auf einem anderen Planeten zu leben scheint:

Heidi Klum über die Kandidaten, die «Germany's Next Topmodel» werden möchten:
Biss, Ehrgeiz und Professionalität muss Alisar Ailabounis Nachfolgerin mitbrigen. «Mit kleinen Wehwehchen oder Gejammer kommt man da nicht weit», versichert Heidi Klum. Sie selbst hat für einen Auftrag mit hohem Fieber vor der Kamera stehen müssen und die Zähne zusammen gebissen. Unter den 50 Kandidatinnen sieht Klum bereits eine Favoritin, allerdings hat diese ein grosses Manko: «Sie hat eine schlimme Sprache, labert fürchterlich daher. Wenn du so redest, kann das nichts werden.»

Heidi Klum über die 6. Staffel «GNTM»:
Die Chefjurorin verspricht schon jetzt eine Staffel der extremen Shootings. «Ich orientiere mich an den härtesten und spektakulärsten Dingen, die ich selbst machen musste, also an der realen Arbeitswelt eines Models». Da könne es auch vorkommen, dass Klum ernster wird. Streng aber sei sie nicht, wie sie betont. Sie benutzt auch keine Schimpfwörter oder macht die Mädels fertig. Als Gegenleistung erhalte die Gewinnerin schliesslich auch einen Vertrag «mit richtig viel Kohle».

Heidi Klum über Magerwahn:
Magermodels? Nicht bei Heidi Klums «GNTM». «Wir haben gesunde, schlanke, junge Frauen bei uns in der Show.» Im Vorfeld schaue sie sich die Mädels genau an. «Es gab Fälle, in denen ich mich entschieden habe, ein Mädchen nicht mitzunehmen, weil sie zu knochig war.»

Heidi Klum über Kritik:
«Wir hatten Mega-Erfolg», erzählt Heidi Klum über die letzte Staffel. Trotzdem aber sanken die Quoten. Dem entgegnet sie, dass es ein Überangebot an ähnlichen Shows im Fernsehen gebe. Eine ganze Woche Spaghetti Bolognese vorgesetzt zu bekommen, verderbe einen irgendwann auch den Appetit.

Heidi Klum über Karl Lagerfeld:
Der Modezar hatte Klum einmal als ein «Werbe-Girl» bezeichnet, das in Paris niemand kenne. Einschüchtern lässt sie sich dadurch aber nicht. «Es ist seine Meinung und die muss ich respektieren». Lagerfeld habe Recht, dass sie nie auf den grossen Laufstegen zu sehen war - das nicht ohne Grund: «Weil ich zu klein und zu rund war.» Trotz der Kritik hat der Designer Heidi Klum einmal für einen Event eingekleidet, «offenbar erinnert er sich nicht daran». Vielleicht sehe er nicht fern oder «lebt auf einem anderen Planeten ...».

Heidi Klum über ihre Eltern:
Ihr Verhältnis zu Mama Erna und Papa Günther ist sehr eng. Die beiden waren sogar bei der Geburt jedes von Heidis Kindern dabei. «Das ist ein Erlebnis, was ich mit meiner ganzen Familie teilen möchte. Wir sind dadurch ganz anders miteinander verbunden.» Ihren Eltern hat sie auch zu verdanken, dass sie überhaupt so viel arbeiten konnte.

Heidi Klum über Botox:
Schönheitsoperationen und Botox sind in Hollywood gang und gäbe. «In meinem Business ist es heute eigentlich unnormal, wenn man wie ich nichts gemacht hat.» Sagt ihr jemand, dass sie alt aussehe, «kratzt mich das nicht». Ausserdem dürfe sie sowieso nicht mit Schlauchboot-Lippen nach Hause kommen. «Mein Mann würde mir das nie verzeihen. Er liebt mich, so wie ich bin.»

Heidi Klum über Erziehung:
Das Model legt grossen Wert darauf, dass ihre Kinder Kinder sein dürfen. Daheim hätten sie und ihr Mann Seal das Sagen, gegessen werde am Tisch und zwar das, was serviert wird. Zu viel fernsehen dürfen die Kleinen auch nicht, höchstens eine halbe Stunde.

Heidi Klum über «Wetten, dass ..?»:
Die Deutsche wird als Nachfolgerin von Thomas Gottschalk, 60, gehandelt. Angeblich sollen bereits Gespräche zwischen dem Sender ZDF und ihrem Management stattgefunden haben. Klum selbst äussert sich dazu nur knapp: «Warten wir einfach mal ab, was passiert.»

«Germany's Next Topmodel», 6. STaffel, ab Donnerstag, 3. März 2011, um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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