Tom Cruise Was hat er zu verbergen?

Eigentlich hatte die Welt mit einem Rosenkrieg zwischen Tom Cruise und seiner Noch-Gattin Katie Holmes gerechnet. Doch zu aller Erstaunen gingen die Verhandlungen schnell, sauber und vor allem aussergerichtlich über den Tisch. Da taucht natürlich die Frage auf: Warum hat der 50-jährige Hollywood-Star nicht um das Sorgerecht seiner Tochter Suri gekämpft?
Der 50-jährige Hollywood-Star Tom Cruise hat darauf verzichtet, gerichtlich um das Sorgerecht seiner Tochter Suri zu kämpfen. Das gibt Anlass zu Spekulationen.
© Dukas Der 50-jährige Hollywood-Star Tom Cruise hat darauf verzichtet, gerichtlich um das Sorgerecht seiner Tochter Suri zu kämpfen. Das gibt Anlass zu Spekulationen.

Es ist genau zwölf Tage her, seit Katie Holmes die Trennung von Tom Cruise bekannt gegeben hat. In dieser Zeit ist viel passiert, nicht jedoch das, was von vielen prophezeit wurde. Die Schlammschlacht blieb aus, das Scheidungsverfahren und der Sorgerechtsstreit zwischen dem einstigen Traumpaar ist nach so kurzer Zeit bereits Geschichte.

Gemäss der Trennungsvereinbarung bleibt ihre 6-jährige Tochter Suri bei Katie in New York, Tom Cruise bekommt lediglich Besuchsrecht. Ausserdem soll die «Dawson's Creek»-Darstellerin nach den sechs gemeinsamen Ehejahren rund 15 Millionen Franken von Cruise zugesprochen bekommen. Erkauft sich Cruise damit das Schweigen von seiner 33-jährigen Ex-Partnerin? Denn während immer mehr Details ihrer Ehe ans Licht kommt, soll Tom alles daran setzen, so viel wie möglich geheim zu halten. Viply.de will eine Quelle aus seinem Umfeld aufgetan haben, die erklärt, dass Tom von Anfang an den Gang ins Gericht vermeiden wollte: «Er will nicht, dass sein ganzes Leben für jedermann enthüllt wird.» Der offizielle Grund für die schnelle Einigung erfolgte jedoch ausschliesslich zum Wohle des Kindes, sagen die jeweiligen Sprecher des Paares: «Wir wollen als Eltern zusammenarbeiten, um das Beste im Interesse unserer Tochter zu erreichen.»

In Hollywood glauben viele aber, dass Tom Cruise, 50, sich nicht nur seiner Tochter zuliebe so kooperativ zeigt. Angeblich will der Schauspieler einem Imageschaden für sich und die Glaubensgemeinschaft Scientology in Grenzen halten. Denn Gerüchten zufolge drohte Katie Holmes mit Enthüllungen über die Machenschaften der Sekte, die ihre Ehe mit Tom Cruise beherrscht und überschattet haben.

Böse Zungen behaupten, dass Cruise, der seit Jahrzehnten glühender Anhänger der Gemeinschaft ist, nicht nur mit Katie verheiratet gewesen sei - David Miscavige sei ebenfalls fester Bestandteil der Ehe gewesen. Der oberste Chef der Scientology war der Trauzeuge des Hollywood-Stars und soll das damals frisch vermählte Paar sogar in die Flitterwochen begleitet haben. Doch der schwieg bislang zum Scheidungsvertrag seines wichtigsten Werbeträgers.

SCIENTOLOGY STATT SURI
Nicht verwunderlich, sagt Carmen Llywelyn. Es sei nämlich bekannt, dass die Organisation Konflikte nicht in der Öffentlichkeit austragen dürfe, erklärt die Ex-Frau des Schauspielers und Scientologen Jason Lee auf Radaronline.com. Marty Rathbun, Sektenaussteiger und ehemalige Nummer zwei der Scientology glaubt, dass Tom vor die Wahl gestellt wurde: entweder die Glaubensgemeinschaft oder Suri. «Ich glaube, dass Tom seiner Religion gegenüber seiner Tochter den Vorzug gab. Ich glaube auch, dass David Miscavige Tom unter Druck setzte, die Scheidung schnell durchzuziehen», wird der Sektenaussteiger auf «Viply» zitiert.

Katie Holmes und Tom Cruise schweigen zu all den Gerüchten. Wie Holmes' Anwalt Jonathan Wolfe angekündigt hat, würden die Bedingungen der Scheidungsvereinbarungen zwischen seiner Mandantin und Cruise nicht veröffentlicht werden. Das Hamburger Abendblatt beruft sich auf die Meinung von Michael Kelly. Der Scheidungsanwalt ist überzeugt, dass auch die Details des Sorgerechtsabkommens für die kleine Suri wahrscheinlich nie an die Öffentlichkeit gelangen werden. Und fügt an: «Alles, was Sie hören, wird totale Spekulation sein.»

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