«The Voice of Germany» Zürcher Msoke war früher eine Frau

Einer der schillerndsten Kandidaten von «The Voice of Germany» kommt ausgerechnet aus der Schweiz. Der Zürcher Msoke verblüfft nicht nur mit der Stimme sondern auch mit seiner Lebensgeschichte: 30 Jahre lang lebte er im falschen Körper.
The Voice of Germany 2013: Der Zürcher Msoke singt sich in Nenas Team
© SAT.1/ProSieben/Richard Huebner

Mit «I Need A Dollar» von Aloe Blacc hat es der Zürcher Kandidat Msoke ins Team von Nena geschafft.

Der «The Voice of Germany»-Kandidat Msoke sang den Welthit «I need a Dollar» so überzeugend, dass Coach und Jurorin Nena nichts anderes übrig blieb, als ihren Stuhl zu drehen. Aber auch Max Herre liess sich in letzter Sekunde zum 34-jährigen Zürcher hinreissen - wenn auch völlig unbemerkt. Nena begrüsste den Schweizer Kandidaten nämlich schon im Team - obwohl auch Kollege Herre den Buzzer drückte. «Max, ich hatte gehofft, dass du früher drückst», sagte Msoke in der Sendung vom vergangenen Donnerstag. Er habe jedoch schon im Vorfeld entschieden, dass er zum Ersten gehe, dessen Stuhl sich drehe - in dem Fall also zu Nena.

Kaum zu fassen, dass genau dieser Mann mit der tiefen, kräftigen Stimme vor fünf Jahren noch ein ganz anderer war. Msoke hiess damals Namusoke und sang in einer Girlgroup. Der Musiker wurde nämlich vor 34 Jahren im Körper einer Frau geboren. Verschiedene Operationen und Hormone machten Msoke in vergangenen Jahren zu dem, was er heute ist: «Ich bin ein Transmann», sagt er.

Sisters - Gender Riots: TVOG-Kandidat war einst eine Frau
© via Facebook

Unter dem Namen Namusoke wirkte der heute 34-Jährige bei der Girlband Sisters mit - damals noch als Frau (untere Reihe, 2.v.l).

Heute fühlt sich Msoke wohler denn je. Und die aufgestaute Energie muss jetzt endlich raus: «Ich bin wie ein Rennpferd, das seit fünf Jahren aus dem Stall will», sagte er kurz vor seinem Auftritt. Vom Zürcher mit den afrikanischen Wurzeln werden wir bestimmt noch einiges hören - spätestens in den Battles.

«The Voice of Germany» - immer donnerstags auf ProSieben und freitags in SAT.1, ab 20.15 Uhr.

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