DJ Bobo «Jamiro ist ein Papi-Bub»

Neue Show, neue CD, neue Erfahrungen als Vater eines Schulkindes. DJ Bobo verrät, warum er seinem Sohn Jamiro den Abschiedskuss am Morgen hinter der Tür geben muss, weshalb er für Töchterchen Kayley manchmal Luft ist – und was für ein Schüler er selbst war.
«Jamiro ist ein Papi-Bub»
«Jamiro ist ein Papi-Bub»

Heute ist Schule schwänzen angesagt für Jamiro, 7. Statt das Abc zu lernen, steht Achterbahn fahren auf dem Stundenplan. DJ Bobos Ältester drückt seit August die Schulbank.
Vorbei die Zeiten, wo er und Schwesterchen Kayley, 4, mit Papa René und Mama Nancy auf Tournee durften. Dabei steht gerade dieser Tage im Europapark Rust die Weltpremiere zur neuen Fantasy-Show an. Die Schule schwänzen darf Jamiro nur, weil Mami Nancy an diesem Montag ihren 39. Geburtstag feiert.

DJ Bobo, stehen Sie morgens auf, um Jamiro für die Schule fertig zu machen?
DJ Bobo: Ja, denn bei uns zu Hause gilt: Unter der Woche ist Papi in der Frühe für die Kinder zuständig.

Um wie viel Uhr muss er aus dem Bett?
6.45 Uhr. Ich rufe: «Jamiro! Aufstehen! Anziehen!» Und er murmelt immer: «Ach Papi, noch ein wenig schlafen …»

Sie bringen ihn auch zur Schule?
Nein, er fährt mit dem Schulbus…

… aber bis zur Haltestelle?
(Lacht.) Der Bus hält direkt vor unserem Haus, weil er da bequem wenden kann. Die paar Schritte bis vors Tor begleite ich Jamiro – dort verabschieden wir uns mit einem Kuss.

Das wird er irgendwann blöd finden.
Ist schon passiert! Er hat mich gebeten, ihm den Kuss zu geben, bevor der Bus bei uns einbiegt. Ich war völlig perplex.

Haben Sie nachgehakt?
Klar! Und er sagte: «Papi, hast du gesehen, was für hübsche Mädchen im Bus sitzen?» Also hab ich die Bustür aufgemacht und festgestellt, dass er der einzige Bub unter zwölf Meitli ist.

Besucht Jamiro eine Privatschule?
Nein, die ganz normale, öffentliche Schule in unserem Dorf. Nancy und mir war wichtig, dass Jamiro seine Gspänli in der Nähe hat.

Er ging vorher in einen Montessori- Kindergarten.
Deswegen hatten wir anfangs auch ein bisschen Respekt vor dem Wechsel. Aber seine Lehrerin beruhigte uns: Sie habe bereits Erfahrung mit ehemaligen Montessori-Kindern.

Wie reagierten die Lehrer, den Sohn eines Prominenten in der Schule zu haben?
Am Anfang spürte ich etwas Unsicherheit. Aber sie waren froh, als sie merkten, wie «normal» ich bin – und wie wichtig mir ist, dass Jamiro keine Vorzugsbehandlung geniesst.

Und wie war der erste Elternabend?
Den verpassten Nancy und ich, weil wir unterwegs waren. Aber am ersten Schultag haben wir alle Eltern kennengelernt – vom Bauern bis zum Piloten hat es alles darunter.

Wer macht mit Jamiro die Hausaufgaben?
Wenn er heimkommt, isst er zuerst Zvieri, danach darf er ein paar Minuten herumspringen, um Dampf abzulassen – und dann gehts an die Hausaufgaben. Jamiro macht sie allein, und wenn er fertig ist, zeigt er sie uns.

Sind Sie oder Ihre Frau Nancy strenger bei der Kontrolle?
Hm, ich denke, ich bin strenger.

Wieso?
Nur schon weil ich viel mehr Zeit mit Jamiro verbringe.

Ein eingeschworenes Vater-Sohn-Team also?
Das ist so! Jamiro ist ein Papi-Bub von der ersten Sekunde an, Kayley dafür auf Mami fixiert, obwohl ich auch viel mit ihr spiele. Aber sobald Nancy auftaucht, bin ich überflüssig.

Darf Jamiro Schulkollegen zum Spielen mit nach Hause bringen?
Natürlich! Er ist ja hin und wieder auch bei ihnen daheim.

Blöde Sprüche wegen seines berühmten Vaters bekam er noch nicht zu hören?
Bis jetzt nicht. Das heikle Alter kommt mit 12 oder 13, da habe ich schon ein bisschen Angst davor. Kürzlich kam er allerdings heim und erzählte, dass ihn einige Klassenkollegen geärgert hätten: er würde Mädchenunterhosen tragen beim Turnen. Ich hab ein bisschen nachgebohrt, und irgendwann räumte er kleinlaut ein, dass er damit auch schon einen Kollegen gehänselt habe.

Denken Sie manchmal an Ihre eigene Schulzeit zurück?
Ich kann mich nicht mehr erinnern.

Waren Sie ein guter Schüler?
Eher mittelmässig. Gut in Turnen und Musik, Rechnen ganz okay, aber Deutsch war nicht so mein Ding.

Und wie siehts bei Jamiro aus?
Ähnlich wie bei mir. Er ist in Sport gut, gewann im Schwimmen sogar bei den Schulmeisterschaften. Aber mit den Buchstaben hat er es nicht so.

Halten Sie da speziell den Finger drauf?
Ich habe eine etwas andere Philosophie. Im Montessori-Kindergarten wird man ja in Bereichen gefördert, in denen man gut ist und Talent zeigt. Dadurch werden Kinder selbstsicher und verbessern auch ihre Leistungen in ihren schwächeren Bereichen.

Gibts Momente, wo Jamiro Sie herausfordert?
Aber sicher! Er versucht wie alle Kinder, ständig seine Grenzen auszuloten. Wenn er mal nicht folgt, passierts schon, dass ich an die Decke gehe und laut werde.

Haben Sie jeden Unterricht geschwänzt?
Nie!

Aus Angst?
Nein, ich ging gern zur Schule – vor allem wegen meiner Kumpels.

Was, wenn Jamiro flunkern würde, um nicht in die Schule zu müssen?
Das wird nie passieren. Jamiro würde mich niemals anlügen.

Infos und Tickets: www.djbobo.ch 


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