«Der Bachelor» Jan im grossen Interview vor dem Finale

Jan Kralitschka hat am Mittwochabend die Qual der Wahl: Mona oder Alissa. SI online hat vor dem grossen «Der Bachelor»-Finale mit dem Junggesellen gesprochen und erfahren, wir er über die beiden letzten Kandidatinnen, Seitensprünge und Sexismus denkt.

SI online: Jan Kralitschka, für wen werden Sie sich entscheiden? Für Mona?
Jan Kralitschka: Das darf ich natürlich nicht verraten.

Na gut. Was empfinden Sie für die beiden Finalistinnen? Ist es Liebe?
Liebe ist ein so grosses Wort. Ich würde das nie so einfach sagen. Ich sehe die Sendung so: Es ist wie der erste Schritt des Kennenlernens, vielleicht entsteht schon ein Bauchkribbeln. Wenn man sich dann weiterhin sehen will, ist das ein guter Anfang für eine Beziehung.

Was mögen Sie an den beiden Frauen?
Von Beginn an haben mir Monas Augen gefallen, ihr süsser Schweizer Akzent und die Wärme, die sie ausstrahlt. Es gab so viele unterschiedliche Charaktere. Verrückte, laute, unheimlich intelligente und witzige Frauen. Bei Mona war es so, als würde ich sie schon ewig kennen, vielleicht deshalb, weil sie mir so ähnlich ist.

Inwiefern?
Sie ist einerseits zurückhaltend und dennoch sehr ehrlich. Sie macht keinen Hehl aus ihren Gefühlen. Das beeindruckt mich.

Was bei Alissa nicht der Fall ist...
Alissa ist ganz anders als Mona. Sie hat so eine gehobene Ausstrahlung - sehr ladylike. Sie ist klug, kann gut schreiben und weiss sich auszudrücken. Und natürlich gefällt mir ihr Temperament.

Zwischen Ihnen und Alissa liegen über 10 Jahre Altersunterschied. Ein bisschen viel, oder?
Das ist schon enorm, stimmt. Aber es gibt 25-Jährige, die reifer sind als manch 40-Jährige - so wie Alissa. Ich muss auch zu mir sagen, dass ich mich immer ein wenig weigere, erwachsen zu werden. Und lustigerweise hatten Alissa und andere Kandidatinnen bereits deutlich ältere Freunde, als ich es bin.

Nicht nur trennen Sie einige Jahre, auch Ihre Wohnorte liegen auseinander. Sind Sie der Typ für Fernbeziehungen?
Wegen diverser Modeljobs bin ich sowieso ständig auf Reisen. Bonn-Mannheim oder Bonn-Speyer - das ist für mich ein Katzensprung. Aber ich bin ganz ehrlich, falls es ernst wird, bin ich nicht bereit, wegzuziehen. Ich möchte immer da leben, wo meine Tochter ist.

Was muss eine Frau mitbringen, damit es für Ihre Kinder auch stimmt?
Ich suche keine neue Mutter für meine Kinder, sie haben beide wundervolle Mütter. Eine Frau muss auf jeden Fall tolerant sein, sie kann von mir nicht erwarten, dass ich jederzeit verfügbar bin. Meine Kinder haben oberste Priorität. Ich sage immer: In der Liebe zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität.

Und dann sind Sie auch bereit zu heiraten?
(Überlegt lange) Ich schliesse es nicht aus. Aber dann bin ich mir der Entscheidung sehr sicher. Ich finde dazu braucht man auch ein gewisses Alter - gut, das hätte ich zwar.

Sind Sie eifersüchtig?
Ich finde es nicht schlimm, wenn ein Mann meine Freundin anschaut. Es fängt eigentlich erst an, wenn sie Dinge tut, die man nur mit dem Partner macht. Ich meine das nicht nur körperlich, sondern auch, wenn sie mit einem anderen träumt, philosophiert oder intellektuelle Gespräche führt. Eifersucht ist bei mir, glaube ich, ganz normal ausgeprägt.

Dann hätten Sie bestimmt auch als Kandidat bei «Die Bachelorette» mitgemacht.
Guter Punkt. Ich sags mal so: Bei «Der Bachelor» sind die Chancen für mich grösser, die Richtige zu finden. Bei «Die Bachelorette» wäre ich einer von 20. Nicht, dass ich es nicht verkraften könnte, keine Rose zu bekommen - ich habe in meinem Leben schon genügend Körbe eingesteckt.

Das heisst, Sie sind nicht bereit, um eine Frau zu kämpfen?
Das soll nicht heissen, dass ich mich nicht anstrenge, um einer Frau zu gefallen. Am Anfang waren es bei «Der Bachelor» 20 Frauen. Es war mir klar, dass ich nicht jede vom Hocker reissen werde. Ich kann mich glücklich schätzen, wenn sich zwei, drei Frauen für mich interessieren. Es ist nicht vertraglich festgehalten, dass sie Dates mit mir haben müssen. Das heisst, ich muss mir genauso Mühe geben und mich beweisen.

Hat Sie jemals eine Frau betrogen?
Ja. Und ich habe es selber auch schon getan. Es fühlt sich nicht gut an und man merkt schnell, wie überflüssig es war und wie fest man jemandem damit weh tut. Muss nicht sein.

Nicht selten wird das Format «Der Bachelor» als sexistisch bezeichnet...
Diese Vorwürfe hab ich wohl Brüderle zu verdanken (lacht). Ich habe schon gehört, dass ich 50 Jahre Frauenemanzipation über den Haufen geworfen habe. Für mich ist das eigentlich kein Thema. In meiner Generation, denke ich, macht man sich keine Gedanken, ob das nun sexistisch sein könnte. Die Kandidatinnen müssen keinen Kniefall vor mir machen und ich verbiete auch niemanden seinen freien Willen. Es ist nicht so, als würde ich in Südafrika ein Harem halten, aus dem ich mich mal schnell bedienen würde.

Mittlerweile sind sie ziemlich berühmt...
Wirklich? Ich sehe mich nicht als Prominenten. Ich lebe weiterhin in meinem Dorf, in meinem Bauernhaus, gehe einkaufen und kümmere mich um meine Kinder. Ich finde es zwar schon süss, dass die Leute hier stolz auf mich sind. Oder wenn der Postbote ein Bild machen will. 

Haben Sie seit die Sendung läuft mehr Aufträge?
Ein bisschen hat es schon zugenommen. Ich mach noch immer Shootings in der Modebranche, zusätzlich werde ich jetzt in Talkshows eingeladen, zum Beispiel, wenn es um ein Mann-Frau-Thema geht. Ich bekomme nun einfach andere Angebote.

Am Mittwoch, 20. Februar um 21.15 Uhr, zeigt RTL das «Der Bachelor»-Finale.

[reference:nid=182186;]

Alle Artikel zu «Der Bachelor» finden Sie im Dossier von SI online.

Auch interessant