Schweizer Filmpreis 2009 Kacey bringt den «Quartz» home

«Home» ist der beste Schweizer Film 2009. Der Film von Ursula Meier räumte an der Verleihung des Schweizer Filmpreis in drei Kategorien ab.

Oje! Drei klingende Namen standen auf der Liste der Laudatoren für die Preisträger des Schweizer Filmpreises – und alle sagten in letzter Minute ab! Filmmusik-Legende Maurice Jarre musste zwei Tage vor dem Anlass notfallmässig ins Spital. Geraldine Chaplin sagte wegen des Todes ihres Bruders Sydney ab. Und Regisseur Luc Bondy konnte wegen Rückenschmerzen nicht anreisen.

An seiner Stelle überreichte Schauspieler Bruno Cathomas den «Quartz» für den besten Nachwuchsdarsteller. Der Gewinner wurde zum Liebling des Abends: Der zehnjährige Waadtländer Kacey Mottet Klein überzeugte nicht nur im Film «Home», sondern auch auf der Bühne, wo er locker mit Bundesrat Pascal Couchepin plauderte.

Der Kulturminister vergab den Preis für den besten Film – und konnte von der Moderatorin Susanne Kunz gerade noch daran gehindert werden, den Gewinner bereits vor den Nominierten bekannt zu geben!

Der Abräumer des Abends war keine Überraschung: Ursula Meiers «Home» holte drei Trophäen ab (bester Film, bestes Drehbuch, grösstes Nachwuchstalent). Für Jurymitglied Anatole Taubman stand der Streifen von Anfang an als Favorit fest: «Die Diskussion in der Jury war sehr, sehr kurz.»

Der Bond-Bösewicht trug wie immer seinen Manchester-United-Pin am Jackett. Und war ganz nervös, da er den Match seines Lieblings-Teams nicht mitverfolgen konnte. (Zu seiner Beruhigung: ManU schlug Fulham 4:0!)

So nutzte Taubman den fussballfreien Abend, um Kontakte zu knüpfen: «Ich würde sehr gern fürs Schweizer Fernsehen drehen», meinte er zu Ingrid Deltenre und machte zur Sicherheit schon mal Duzis mit der SF-Chefin.

Einen Award für die witzigste Dankesrede hätte Dominique
Jann (bester Darsteller) verdient:
«Ich danke meiner Freundin, die während der Dreharbeiten allein schwanger zu Hause war. Und ich danke allen Hebammen!» Dann wurde erst mal an der Afterparty gefeiert. An die fernere Zukunft dachte niemand. Ein Oscar für
«Home»? Ursula Meier: «On verra ...»


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