«X-Factor» Kandidat nimmt Jury aufs Korn

Lügen haben lange Beine – wenn sie Alexander Knappe heissen. Der «X-Factor»-Kandidat flunkerte die Jury gleich zweimal an. Mentor Till Brönner ist davon überhaupt nicht begeistert.

Er macht dem Lügenbaron von Münchhausen grosse Konkurrenz. Im «X-Factor»-Casting gibt Kandidat Alexander Knappe, 25, vor, ein Laie in Sachen Musik zu sein. Doch dann gesteht er in der «Berliner Zeitung», bereits einige Erfahrung gesammelt zu haben. 2005 wurde er von einem Produzenten entdeckt, er trat als Vorband von Ich+Ich und Juli auf, durfte vor 6000 Leuten singen. «Das war der Wahnsinn!»

Damit aber noch nicht genug: Mit seiner Band Jandtee gewann er sogar einen Musikpreis. Aber Knappe verteidigt sich und antwortet keck: «Sarah hat ja nicht gefragt, was ich gemacht habe, sondern wo ich sonst noch singe.» Und im Moment spielt er nirgends mit, darum war dies keine Lüge, findet er.

Aber auch das stimmt nicht. Denn Knappe ist während der Castingphase in ein anderes Band-Projekt involviert. Als er die «X-Factor»-Jury um Sarah Connor & Co. mit seinem Gesang überzeugt und ins BootCamp eingeladen wird, hat er die Qual der Wahl. Er entscheidet sich erneut für eine Lüge und gaukelt einen Kreuzbandriss vor. «X-Factor» sagt er aus gesundheitlichen Gründen ab, um sich seinem zweiten Projekt widmen zu können. Dann entscheidet er sich wieder um, will doch ins Boot-Camp und muss die angebliche Verletzung vorspielen. Mit einer Schiene humpelt er auf die Bühne. Aber auch das fliegt auf.

Die Reaktion der Jury? Till Brönner sagt gemäss VOX.de: «Es gibt wenige Dinge, die mir wichtig sind, aber ich setze Ernsthaftigkeit voraus.» Auch die Schweizer Kandidatin Edita Abdieski versteht die Welt nicht mehr: «Drei Tage lang hat er uns alle an der Nase herum geführt und niemand hat etwas bemerkt.»

Ob Knappe für seine Spielchen die Konsequenzen tragen muss, erfahren Sie am Dienstagabend bei «X-Factor» - um 20.15 Uhr auf VOX.

 

Auch interessant