«TVOS» Kandidatin Michèle: «Ich bin nie zufrieden»

Sie stand bereits mit Popstar Patrick Nuo und Schlagersängerin Paloma Würth auf der Bühne. Und überzeugte «The Voice of Switzerland»-Jurymitglied Stefanie Heinzmann am Samstag von ihrer Stimme. Dennoch ist Michèle Binder nie zufrieden mit ihrer musikalischen Leistung. Woran das liegt und bei welcher anderen Castingshow sie ihr Glück bereits versuchte, verrät sie SI online bei einem Hausbesuch in Brunegg AG.
The Voice of Switzerland 2013 TVOS Team Stefanie Heinzmann Michele Binder
© SRF/Lukas Mäder

Michèle Binder hat die Musik im Blut und in den Genen: Papa Heinz ist Dirigent und Musikschullehrer, Mama Brigitte spielt Saxophon.

Sie lebt schon von der Musik, seit sie denken kann - ihr Papa ernährt die Familie als Dirigent und Musikschulleiter. Was sich «The Voice of Switzerland»-Kandidatin Michèle Binder, 19, aus Brunegg AG wünscht, ist, mithilfe der Musik auf eigenen Beinen zu stehen. Die kaufmännische Angestellte bleibt mit ihren Träumen jedoch ganz bescheiden: «Ich würde mich freuen, wenn ich einmal als Gesangslehrerin arbeiten könnte.»

Dabei hat sie das Zeug zum Star! Als Kind gewann sie das «Kids and Stars»-Casting und durfte mit Patrick Nuo auftreten. Jetzt steht sie regelmässig als Backgroundsängerin mit Paloma Würth auf der Bühne. Und in der ersten «TVOS»-Sendung am Samstag überzeugte sie Jurymitglied Stefanie Heinzmann von sich. «In ihrem Team zu landen, habe ich mir gewünscht!» Auch ihre Schwester Nici, 21, findet: «Von der Stimme und dem Musikstil her, passt Michèle am besten zu Stefanie.»

Die ganze Familie steht hinter Michèle: Mit Nici singt sie sowieso den ganzen Tag (Mama Brigitte, 50, lachend: «So laut, dass wir manchmal die Türen schliessen müssen»). Und Papa Heinz, 50, war selbst als Blasmusiker erfolgreich. Er ist mehrmals im Schweizer Fernsehen aufgetreten und hat mit seiner Partyband und verschiedenen Orchestern auch CDs veröffentlicht. Er weiss, worauf es im Business ankommt: auf dem Boden bleiben. «Die Musikbranche ist ein hartes Business. Es gibt viele Leute mit grossem Talent - und schlussendlich gehört zum Erfolg auch eine grosse Portion Glück.»

In Michèles Zimmer herrscht Teenager-Chaos. Rund 40 Paar Schuhe (mit bis zu 16-Zentimeter-Absätzen) und unzählige Parfümfläschchen stehen im Regal. Die Kleider passen längst nicht mehr alle in den Schrank. Ordnung herrscht bei der Trompetistin nur, wenn es um die Musik geht - «da würde ich mich als Perfektionistin bezeichnen. Ich bin eigentlich nie zufrieden mit meiner Leistung.» Deswegen hat sie in der ersten «TVOS»-Sendung auch das Lied: «Nobody's perfekt» von ihrem Idol Jessie J vor der Jury performt. «Und, weil der Song mir Glück bringt. Mit einer Demo-Aufnahme davon habe ich mich bei der Castingshow beworben.»

Hat sie es damit auch schon bei «Deutschland sucht den Superstar» versucht? Nein. Die RTL-Castingshow, die der Berner Luca Hänni im vergangenen Jahr gewonnen hat, ist nichts für sie. «Mir geht es um die Musik, nicht um die ganze Show rundherum. Ich will ernsthaft etwas erreichen.»

«The Voice Of Switzerland»: Immer mittwochs und samstags um 20.10 Uhr auf SRF1.

 

 

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