Niki and Friends Kunstsommer mit Niki

Mit «Niki and Friends» widmet Chur gleich sechs Ausstellungen der Künstlerin Niki de Saint Phalle.
Hoch die Tasse auf Lebenskunst und Künstlerleben. Niki de Saint Phalle, fotografiert von Leonardo Bezzola.
Hoch die Tasse auf Lebenskunst und Künstlerleben. Niki de Saint Phalle, fotografiert von Leonardo Bezzola.

Ihre überdimensionalen, teils begehbaren «Nanas» machten sie weltberühmt: Niki de Saint Phalle (1930–2002). Mit ihren schrill-bunten, überdimensionalen Frauenfiguren feierte die französisch-amerikanische Künstlerin das Leben, protestierte aber auch gegen eine Gesellschaft, die Frauen auf die hinteren Plätze verwies.

Mit Jean Tinguely (1925–1991), mit dem sie 30 Jahren verheiratet war, verband sie nicht nur die Liebe, sondern auch eine intensive, gleichberechtigte Arbeitsgemeinschaft. Die zwei schufen nicht nur gemeinsam Werke, sondern auch zusammen mit anderen Künstlern. Das wohl ambitionierteste Werk: die Plastik «Le Cyclop» im Wald von Milly-la-Forêt, an der sie mit Künstlerfreunden wie Eva Aeppli, Bernhard Luginbühl, Daniel Spoerri intensiv gearbeitet hatten. Der Ausnahmekünstlerin und ihrem Umfeld widmet nun Chur einen sommerlichen Kulturevent in sechs Stationen.

Mythen- Märchen- Träume
Ein Querschnitt durch das Schaffen der Plastikerin. Rituale, Traditionen und Schlösser faszinierten die Künstlerin schon als Kind. Ihr Glauben an das Gute, an die Kraft des Kreativen spiegelt sich in all ihren Werken.

Gefrorene Momente
Den Fallenbildern von Daniel Spoerri werden Foto-grafien und Videos von Judith Albert, David Claerbout, Caro Niederer, Beat Streuli und Jeff Wall gegenübergestellt. Alle verwenden die Schnittstelle zwischen Dokumentation, Zufall, Inszenierung.

Der fixierte Augenblick
Die Gruppenausstellung (Not Vital, Jules Spi­natsch, Roman Signer, Isabelle Krieg u. a.) will einen Brückenschlag zum Nouveau Réalisme schlagen und zeigt ein inszeniertes Wechselspiel von Objekten, Zeichnungen, Wandarbeiten, Fotografien und Videos.

Echo Magique
Die vier Schweizer Künstlerinnen Athene Galiciadis (Skulptur), Karen Geyer (Soundinstallation), Michelle Grob (Video) und Barbara Müller (Fotografie) reflektieren das Werk von Niki de Saint Phalle.

Niki de Saint Phalle & Friends
Der Fotograf Leonardo Bezzola (geb. 1929) begleitete Jean Tinguelys Werk von 1960 bis zu dessen Tod 31 Jahre später. So entstanden unzählige Fotos, im Atelier, unterwegs, von Freunden und natürlich von Niki de Saint Phalle aus der Zeit mit Tinguely.

Jean Tinguely: Klamauk
Und zum Schluss noch dies: Die Maschinen-Traktor-Skulptur von 1979 gilt als eines der Wahrzeichen von Tinguelys Kunst. Die fahrende Skulptur wird bei gutem Wetter jeweils samstags in der Stadt unterwegs sein.

Niki and Friends, Chur (GR)
Bis 23. August Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr


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