Celtic Folk Band An Lár Lupfige Melancholiker

An Lár ziehen durch Musikklubs und heizen dem Publikum mit ihrem Swiss Celtic Folk ein. Nun erscheint mit «Yarn» die vierte CD der Berner Band.
Jüru, Dävu, Matteo und Stefanie (v. l.) von An Lár. In dieser WG in Wabern probt die Band regelmässig.
Jüru, Dävu, Matteo und Stefanie (v. l.) von An Lár. In dieser WG in Wabern probt die Band regelmässig.

An Lár kamen zur irischen Musik wie die Jungfrau zum Kind – nicht unbefleckt oder unschuldig. Eher unverhofft. Am Anfang war die Flöte. Jüre, für Nicht-Berner Jürg Frey, kaufte sich vor Jahren bei seinem ersten Irlandbesuch eine «tin wistle», weil ihm der flirrende Ton der kleinen, metallischen Flöte so gut gefiel.

Dävu alias David Brühlmann bekam als Rocksänger immer wieder zu hören, dass seine Stimme «irgendwie irisch» klinge. Stefanie Aeschlimann, die seit Kindertagen klassische Geige spielt, begegnete ihrem Instrument in den Pubs von Irland dank dem «fägigen» Celtic Folk auf ganz neue Weise. Und Matteo Hofer sprang für ein Konzert als Ersatz für ein schwangeres Bandmitglied ein – und blieb.

Ein Quartett aus Bernern. Nicht grad die ideale Besetzung für den fetzigen Sound aus Irlands Pubs? Ha, weit gefehlt! Die vier Musiker aus dem «gemütlichsten Kanton der Schweiz» strafen diese Vorurteile gekonnt Lügen. 

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Nicht nur, dass sie zwischen Fiddle, Bodhran, Knopfakkordeon, Whistles, Konzertina, Gitarre und Mandola flink hin- und herwechseln. Sie fügen dem Sound des Irish Folk auch ihre eigenen musikalischen Wurzeln hinzu. «Swiss Celtic Folk», nennt das Jüre, der viele Songs komponiert und arrangiert.

Das erste Konzert gaben An Lár, was im Irisch-Gälischen so viel heisst wie «ins Zentrum», 1998. Seither hat sich viel getan. Die ehemals siebenköpfige Band ist auf vier Mitglieder geschrumpft, das lässt die einzelnen Instrumentebesser zur Geltung kommen.

Jährlich über 30 Konzerte, vier CD-Einspielungen, der Austausch an Festivals, Konzerten oder vor Ort in den irischen Pubs... Auf die neue CD ist die Band darum besonders stolz.

Dävu, Texter von An Lár und eine waschechte Landratte, schreibt gern Seemannslieder. So kam die neue CD zu ihrem Namen «Yarn», was auf Englisch Seemannsgarn heisst. Und was aussieht wie eine Nähmaschine (l.), ist ein Barograf, der die aktuelle Wetterlage auf See mittels Luftdruckmessung ermittelt.

Irische Folkmusik pendelt ständig zwischen Melancholie und Fröhlichkeit hin und her. Jüre, Dävu, Stefanie und Matteo sind seit Jahren davon fasziniert. Und dank der Begeisterung, mit der die vier diese Musik auf die Schweizer Bühnen bringen, treffen An Lár genau dorthin, wohin sie wollen – ins Zentrum. 

«Yarn»
CD-Taufe am 31. Januar
Restaurant Bären, Münchenbuchsee, 21 Uhr

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