«DGST» Maya Wirz: «Ich habe nicht gelogen»

In der Sendung am Samstagabend wurde sie hochgelobt, in den Medien wird sie als die Schweizer Susan Boyle gefeiert. Und als Lügnerin bezeichnet. Was ist los mit Kandidatin Maya Wirz? Auf SI online nimmt sie Stellung.

Nach ihrem Auftritt bei «Die grössten Schweizer Talente» am Samstagabend wird Maya Wirz, 49, vom gelobten Talent zum Buhmann. 20min.ch wirft ihr vor, in einem Interview ein Diplom geleugnet zu haben. Denn: Die Busfahrerin hat in der Casting-Show nicht zum ersten Mal gesungen - sie besitzt eine eigene Homepage und trat sogar schon im Musical auf. «Ich habe weder zu 20 Minuten online noch gegenüber dem Schweizer Fernsehen gesagt, dass ich kein Diplom besitze. Ich habe immer gesagt, dass ich eine Ausbildung und ein Konzertreife-Diplom habe», verteidigt sich Maya gegenüber SI online.

Der ganze Wirbel um die angebliche Lüge zur Imageförderung macht die Opernsängerin traurig: «Es tut mir weh, ich wollte nie etwas Böses. Wichtig ist mir, dass die Leute wissen, dass ich kein Profi bin und keinen Studiumsabschluss habe.» Vom Gesang zu leben, gelang Wirz langfristig nämlich nie. Ihr Konzertreife-Diplom ermächtige sie lediglich zum Vorsingen, nicht aber zum Unterrichten oder dergleichen. Dafür benötigt man eine Grundausbildung, die Wirz nicht hat.

Gelogen also hat die Kandidatin nicht. Auch nicht während der Show. Im Interview, das vor ihrem Auftritt ausgestrahlt wurde, habe sie nämlich ihre Ausbildung erwähnt und offen über ihre Vergangenheit informiert. Das Schweizer Fernsehen hat die Sequenz allerdings herausgeschnitten. «Wir haben so viele Kandidaten, da können wir nicht von allen alles zeigen», sagt SF-Pressesprecher Martin Reichlin zu SI online. Der Sender hätte von Anfang an kommuniziert, dass Laien wie auch Profis an der Show teilnehmen dürfen. Überhaupt versteht er die ganze Aufregung nicht. «Was zählt ist die Leistung und nicht der Hintergrund.»

Für ihren Traum aber kämpf Wirz in der nächsten Runde der Show weiter - und wird ab jetzt aufgrund des grossen medialen Interesses vom SF unterstützt.

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