«DGST»-Gewinnerin Maya Wirz will mit André Rieu auf die Bühne

Die singende Bus-Chauffeuse ist seit Sonntagabend das grösste Schweizer Talent. Mit SI online sprach Maya, 49, Wirz über den Sieg, Geld und Opfer für die Gesangskarriere.
Maya Wirz ist die Gewinnerin der SRF-Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente».
© SRF/Daniel Ammann Maya Wirz ist die Gewinnerin der SRF-Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente».

SI online: Maya Wirz, herzliche Gratulation zu Ihrem Sieg bei «Die Grössten Schweizer Talente». Wie haben Sie geschlafen?
Maya Wirz:  Vor allem kurz. Ich musste wegen vieler Termine früh aufstehen, kam aber erst um 2 Uhr nachts ins Bett. Nach der Show habe ich noch mit meinen Konkurrenten und dem ganzen Team etwas gefeiert.

Sie haben bisher als unbekannte Bus-Chauffeuse gearbeitet, jetzt sind sie schweizweit bekannt.
Und ich fühle mich wie eine Prinzessin. Der Moment, als das Publikum für mich aufstand und mir applaudierte, war unbeschreiblich. Als mein Name schliesslich aufgerufen wurde, musste ich erst einmal dreimal schlucken.

Ihre Karriere gleicht jener von Susan Boyle, die beim britischen «DGST»-Pendant «Britain's Got Talent» zwar nur Zweite wurde, seither aber weltweite Erfolge feierte.
Was Susan Boyle erreicht hat, hat mich auf meinem Weg beflügelt und mir gezeigt, niemals aufzugeben. Sie war und ist meine Inspiration. Susan beweist, dass man weder schön noch jung sein muss, um ganz nach oben zu kommen.

Kündigen Sie nun Ihren alten Job?
Zunächst habe ich diese Woche von meinem Chef frei bekommen. Was dann geschieht, wird sich zeigen. Ich werde mich mit meinem Arbeitgeber, der sich während der ganzen Zeit schon sehr kulant zeigte, zusammensetzen und eine Lösung finden. Mein Ziel ist es aber, von der Musik leben zu können.

Eine Kündigung kommt für Sie also in Frage?
Jetzt kann ich dies weder mit Ja noch mit Nein beantworten, aber irgendwann werde ich womöglich meine Arbeit als Bus-Fahrerin aufgeben.

Welche Opfer würden Sie für Ihren Erfolg aufbringen?
Ich bin jetzt bereit, viel in meinen Traum zu investieren. Früher war ich das nicht, weshalb ich glaube, dass es auch nie mit meiner Karriere geklappt hat. Doch nach dem «DGST»-Casting habe ich mir die Frage, ob ich das wirklich will, immer und immer wieder gestellt und weiss nun: Meine Zeit ist gekommen.

Sie würden also auch an ihrem Styling etwas verändern, wenn ein Label dies verlangt?
Ja, das wäre kein Problem für mich.

Neben einen Plattenvertrag haben Sie zudem 100'000 Franken gewonnen. Was machen Sie mit dem Geld, ausser ihre Gesangskarriere anzukurbeln?
Mit meinem Lebenspartner werde ich schön essen gehen und auch ein kleines Fest soll es geben. Einen bestimmten Betrag zahle ich auch für meine Vorsorge ein. Ich glaube aber erst, das Geld wirklich zu haben, wenn ich es Schwarz auf Weiss auf meinem Konto gutgeschrieben sehe.

Wo sehen Sie sich in fünf Monaten?
An einem Konzert, auf einer grossen Bühne.

Und längerfristig?
Mein Traum wäre es, einmal im KKL oder bei Art on Ice auftreten zu dürfen. Oder mit André Rieu auf Tournee zu gehen.

Alles über die Casting-Show «Die Grössten Schweizer Talente» erfahren Sie in unserem Dossier.

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