Sarah Meier «Mein Traum? Eine perfekte Kür zu laufen»

In wenigen Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Die Eiskunstläuferin Sarah Meier, 25, sprach mit der Schweizer Illustrierten über ihre Erinnerungen und Erwartungen.
 Sarah Meier: «In meinen Auftritten stecken meine ganze Kraft, meine ganze Liebe, meine ganzen Gefühle.»
© Fabienne Buehler Sarah Meier: «In meinen Auftritten stecken meine ganze Kraft, meine ganze Liebe, meine ganzen Gefühle.»

SI: Welches ist Ihre eindrücklichste Erinnerung an Olympische Spiele?
Sarah Meier: Die Schlussfeier der Spiele 2002 in Salt Lake City. 50'000 Zuschauer waren im Stadion, alle mit einem kleinen Licht in der Hand. Ich bekomme heute noch Hühnerhaut, wenn ich daran denke.
Eine lustige Episode erlebte ich 2006 in Turin: Als meine Trainerin Evi Fehr und ich in unsere Wohnung kamen, fehlte ein Bett. Wir mussten ins Krankenzimmer ziehen, aber da herrschte ein munteres Kommen und Gehen. Zu guter Letzt wurden wir mitten in der Nacht ausquartiert, weil ein Hockeyspieler erkrankt war. Darüber kann ich aber erst heute lachen.

Wer ist Ihr Allzeit-Held, Ihre Allzeit-Heldin bei Olympischen Spielen?

Aus Schweizer Sicht: Simi Ammann. Unvergesslich ist mir auch der australische Shorttrack-Eisschnellläufer Steven Bradbury, der in Salt Lake City Gold gewann, weil in drei Rennen alle Konkurrenten vor ihm stürzten! Dabei war er hoffnungslos unterlegen. Sie müssen sich unbedingt mal das Video auf Youtube anschauen!

Welche Sportart würden Sie gerne einmal live sehen?
Ich habe noch nie ein Skirennen live verfolgt! Ich würde am liebsten einen Slalom von ganz nahe verfolgen. Bob, Curling und Eishockey dagegen sah ich schon mehr als einmal live. Ich bin ein richtiger Fan, der die Schweizer vor Ort anfeuert, sooft es geht.

Was wissen Sie über die Geschichte und Tradition der Olympischen Spiele?
Ui, ich schneide in solchen Quiz jeweils nicht gerade blendend ab. Immerhin weiss ich, dass die ersten Winterspiele in Chamonix stattfanden. Stimmt, oder?

Welches ist Ihr olympischer Traum?
Natürlich strebe ich bei meiner dritten Olympiateilnahme eine Medaille an. Aber in meinen Träumen habe ich vor allem diese Vorstellung: Ich laufe eine perfekte Kür. Danach bin ich mit meinen Energien am Ende und freue mich ermattet über die Belohnung in Form von grossartigen Noten!

Sarah Meier steht am 23. 2. (Kurzprogramm) und am 25. 2. (Kür) im Einsatz.

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