«DSDS» Menowin-Fans ziehen in den Kampf

Drei Tage nach dem Finale von «Deutschland sucht den Superstar» stehen die Menowin-Fans noch immer unter Schock. Mit Facebook-Gruppen wollen sie das Ergebnis der Castingshow anfechten und rufen zu «Meno Demos» auf.
Er wollte siegen und tat's doch nicht: «DSDS»-Kandidat Menowin Fröhlich. Jetzt möchten ihn seine Fans zum Erfolg bringen.
© Getty Images Er wollte siegen und tat's doch nicht: «DSDS»-Kandidat Menowin Fröhlich. Jetzt möchten ihn seine Fans zum Erfolg bringen.

«Ich bin dafür, dass wir keine ‹DSDS›-CDs kaufen, kein Marashi hören und uns nie wieder ‹Deutschland sucht den Superstar› ansehen», ruft eine Userin auf einer Facebook-Fanseite für Menowin auf. Sie und viele Anhänger des «DSDS»-Zweitplatzierten Menowin Fröhlich, 22, gehören Gruppen wie «Menowin Fröhlich Fanaktion am 24.04.2010» an. Deren Mitglieder wollen sich kommenden Samstag in deutschen Grossstädten zu «Meno Demos» treffen: «Denn beim Finale haben wir als Fans versagt und die Konkurrenz unterschätzt - uns selber aber überschätzt. Der Leidtragende ist und bleibt Meno!»

Die Anhänger des «DSDS»-Kandidaten können die Niederlage von vergangenem Samstag nur schwer ertragen: Im Finale der Castingshow siegte Konkurrent Mehrzad Marashi, 29, mit 56.4 Prozent - und ergatterte sich somit den Plattenvertrag mit Sony und den Ruhm eines Gewinners. Und das obwohl Menowin am Final-Abend die Jury auf seiner Seite hatte. Und in allen vorherigen Shows klar die meisten Telefonanrufe einheimste, wie veröffentlichte RTL-Statistiken zeigen.

«Menos» Fans fühlen sich durch dessen zweiten Platz vom TV-Sender und den gegnerischen Fans hintergangen, schmieden Verschwörungstheorien: Womöglich habe Musikgigant Sony den Mann mit der weissen Weste dem Badboy vorgezogen und darum die Resultate verfälscht. Auch wird von einer «Hetzkampagne» gesprochen, die «Bild» gegen den Ex-Knacki Menowin lancierte. Denn am Tag des Finals tauchten in der Zeitung plötzlich neue Drogen- und Sexvorwürfe auf.

Fakt ist, Menowin wurde Zweiter und die Fans sind sauer. Mit den «Meno Demos» wollen sie protestieren: gegen das Ergebnis von «Deutschland sucht den Superstar 2010», gegen die polizeilichen Ermittlungen und gegen die Berichterstattung der «Bild».

Pikant: Der Star selbst spricht heute wieder mit der «Bild», obwohl auch er am Samstag in der Show den Gedanken äusserte, dass die Zeitung durch die Berichterstattung seinen Superstar-Traum zerstört hätte. Im Verhör mit den «Bild»-Reportern stellt sich Menowin den Drogen- und Sexvorwürfen. Und dementiert: Die Kokain-Anzeige basiere auf einer Lüge. Und das Mädchen, das behauptet, er habe sie zu Sex gezwungen, kenne er nicht.

Wie auch immer die Wahrheit lauten mag, fest steht für den zweitplatzierten Menowin, dass auch er einen Nummer-1-Hit landen will. Und seine Fans stärken ihm den Rücken, wie sie auf Facebook schreiben: «Menowin ist unser Stern und wirds auch immer bleiben!»

 

 

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